Pentax ME super
Meine K2 hatte eigentlich schon fast alles, was auch die ME Super ihr eigen nennt: K-Bajonett, Zeitautomatik, manueller Betrieb, Belichtungskorrektur, schnelle Blitz-Synchronsationszeit von 1/125 und vor allem die Anmutung von Robustheit und Zuverlässigkeit.
Der ins Auge fallende Unterschied ist natürlich die Größe des Gehäuses: Die ME super ist deutlich kompakter, bleibt aber bedienungsfreundlich. Und: Das Verschlusszeitenrad fehlt, das ist ersetzt durch zwei kleine Tasten, den sogenannten „Impulsgebern“. An Stelle der analogen Belichtungsmess-Zeiger im Sucher gibt es jetzt eine Reihe Leuchtdioden. Die schnellste Zeit wurde auf eine 1/2000 verkürzt.
Die Anzeige der Belichtungszeit durch LEDs mag ja Vorteile haben, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen. Aber der manuelle Betrieb erscheint mir recht gewöhnungsbedürftig: Man muss das Einstellrad auf „M“ stellen, dann kann man mit den „Impulsgebern“ die Zeitenreihe im Sucher rauf- und runterleuchten lassen. Bei der K2 ist das meiner Meinung nach einfacher - da stellt man einfach mit dem Verschlusszeitenrad eine beliebige Zeit ein ... und schon ist man im manuellen Modus.
Trotzdem: viel Metall, wenig Plastik - ein gutes Gefühl, sie in der Hand zu halten.
Pentax hatte im Jahr 1976 mit der MX und der ME die neue M-Kameralinie gestartet, die sich durch ihre Kompaktheit und durch ihr neues Innenleben von den Vorgängern der K-Serie unterschied. Bevor die ME super 1980 um einen manuellen Modus und die 1/2000 Sek. erweitert wurde, hieß sie Pentax ME und war genauso kompakt.
Gebaut wurde die ME super bis 1987.