Fuji Nexia Q1
Wenn die Sonne lacht, Blende acht. Und wenn die Sonne nicht lacht, schaltet sich das eingebaute Blitzerchen ein. Das ist alles. Denn außer 8 gibt's keinen andern Blendenwert einzustellen, weil das einfach die Anfangs- und Endlichtstärke des zweilinsigen Fujinon-Objektives ist. Ein aktiver Autofokus übernimmt die Fokussierung (ab 0,6 m), obwohl da bei 22 mm Brennweite nicht viel falsch gemacht werden kann. Und die fest eingestellte Belichtungszeit von 1/100 Sek. ist relativ verwacklungssicher.
Fuji hat bei dieser originellen APS-Kamera alles weggelassen, was das sorglose Knipsen erschweren könnte. Sogar die Formatauswahl ist statt der üblichen 3 Größen auf 2 beschränkt. Diese Option spielt bei der Aufnahme sowieso keine Rolle, weil alles auf das größte Format 16,7 mm x 30,2 mm (H) aufgenommen wird. Erst beim Verarbeiten zu Prints werden Ausschnitte laut eingestellter Vorgabe angefertigt.
Wenn sich der Blitz zuschaltet, hat man die Möglichkeit, durch längeres Drücken des Auslösers einen LED-Vorblitz zu zünden, der den Rote-Augen-Effekt vermindert
Außer im abgebildeten edlen Silber-Look gab es dieses lustige Gerätchen in vielen bunten Farben, z. B. in orange. Mit 120 g (ohne Batterie) ist es nicht gerade ein Schwergewicht, die Maße 96 x 75 x 34 mm zeugen von einem recht kompakten Gehäuse.
Die Kamera kam ca. 2001 auf den Markt, sie war seinerzeit ein recht großer Erfolg – allein in Deutschland sollen über 130.000 verkauft worden sein. Später gab es auch eine digitale Version.