Kiel als Marinestadt 1865 -1914
Ausstellung: Kiel als Marinestadt 1865 -1914
vom 15. März bis 20. September 2015
Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum Warleberger Hof, Dänische Straße 19 in 24103 Kiel
Von der preußischen Flottenstation zum Reichskriegshafen.
„1. Die Marine-Station der Ostsee ist von Danzig nach Kiel zu verlegen […].“
Mit diesem Befehl König Wilhelms I. vom 24.03.1865 begann die moderne Geschichte Kiels, die sich bis 1914 von einer mittleren Landstadt zu einem Industriestandort mit mehr als 200.000 Einwohnern entwickelte. Dieser Prozess bedeutete für die Stadt eine rasante und enorme Veränderung, die sich unter anderem im Zuzug zahlreicher Soldaten und Arbeite äußerte und das bauliche Gesicht der Stadt vollständig veränderte. Die Kaiserliche Marine wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eine der größten Flotten der Welt und Kiel war, neben Wilhelmshaven, als Reichskriegshafen der wichtigste Stützpunkt. Auch in einer von starkem Bevölkerungswachstum und Industrialisierungsprozessen geprägten Zeit gehörte Kiel zu den dynamischsten Städten im Deutschen Reich und durch die Flottenbegeisterung Kaiser Wilhelms II. stand die Stadt auch im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb war Kiel nicht nur Lebens- und Arbeitsort, sondern auch ein beliebtes Ziel für Touristen und Schaulustige, die u.a. auch die jährlichen Flottenmanöver beobachteten. Zum 150. Jahrestag der Verlegung der preußischen Flotte nach Kiel fragt die Ausstellung im Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum nicht nach der militärischen Geschichte der Kaiserlichen Marine in der Stadt sondern nach den sozialen, baulichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Marinestationierung auf Kiel und seine Bevölkerung.
Zur Eröffnung sprachen:
Hans-Werner Tovar, Stadtpräsident der LH Kiel
Prof. Oliver Auge, Historisches Seminar der CAU zu Kiel
Dr. Doris Tillmann, Museumsdirektorin
Julian Freche M.A., Ausstellungskurator
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