Die Wik hat damit eine Perle gewonnen …
Wir möchten den Flüchtlingen/ Asylbewerbern und finanziell benachteiligten Personen aus dem Raum Wik ein Stück Stolz zurückgeben, indem wir ihnen Kleiderkammern mit gespendeter Kleidung bieten, die jedoch einladend gestaltet sind. Dies fördert nicht nur das gute Gefühl beim „Einkaufen“, sondern wir erhoffen uns auch einen automatisch besseren Umgang mit den Kleidungsstücken (keine „Zerrupfen“, kein „auf dem Boden liegen lassen“ etc.), somit auch ein Stück Disziplinierung und Anpassung. Die Flüchtlinge haben einen langen beschwerlichen Weg hinter sich gebracht, auf dem sie notgedrungen lernen mussten, sich mit Respektlosigkeit, Ausgrenzung und vor allem Fremdbestimmung zu arrangieren, genau wie die finanziell benachteiligten Personen aus dem Raum Kiel Wik. In unserer Gesellschaft ist Status, finanzieller Hintergrund und Herkunft leider immernoch ein großes Thema und führt immer wieder zu Ausgrenzungen. Unser Ziel ist es den Flüchtlingen und den finanziell Benachteiligten auch endlich das Gefühl der Selbstbestimmung, zumindest in diesem Bereich, zurückzugeben. Die Flüchtlinge sind im Alltag schon durchgängig fremdbestimmt durch ihre Wohn- und Lebenssituation in den Unterkünften. Dann sollten sie wenigstens bei der Kleiderwahl selbstbestimmt handeln dürfen. Die Flüchtlinge dürfen sich ihre Kleidungsstücke frei wählen und sie direkt in den angefertigten Umkleidekabinen anprobieren.

Auch wird die Kleiderausgabe eine Begegnungsstätte für die ehrenamtlichen Helfer, die Flüchtlinge und die sozial schwachen Personen. Gerade Frauen kommen sich bei dem Thema Mode sehr schnell näher. Durch die Kommunikation wird auch die Sprachentwicklung der Flüchtlinge gefördert. Idee: Verkaufsgespräche durchgehen, sodass die üblichen Vokabeln benutzt und somit gelernt werden.
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