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Ronald Paris | by Tobi NDH
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Ronald Paris

Flügelaltar "In memoriam 1945"

Professor Ronald Paris

(Rangsdorf bei Berlin)

für seine Heimatstadt und Taufkirche

geschaffen im Jahr 2004

 

Ronald Paris wurde am 12. August 1933 in Sondershausen als Sohn eines Theaterschauspielers und einer Weißnäherin geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Weimar begann er 1948 eine Lehre als Kunstglaser und Glasmaler in Weimar. Da zu diesem Zeitpunkt bereits sein Wunsch, Maler zu werden, feststand, besuchte Ronald Paris von 1950 bis 1952 die Arbeiter-und-Bauern-Fakultät in Jena und erlangte dort die Hochschulreife. Hieran schloss sich eine Restauratorenlehrgang (Volontariat) am Schloßmuseum in Gotha an. Von 1953 bis 1958 studierte er Wandmalerei an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee bei Kurt Robbel, Arno Mohr, Bert Heller, Gabriele Mucchi und Toni Mau.

 

Seit 1959 arbeitet er freischaffend. 1961 wurde er Mitglied im Verband Bildender Künstler Deutschlands (VBKD) (später VBK der DDR), dessen Berliner Bezirksvorsitzender er von 1985 bis 1991 war.

 

Sein Triptychon „Dorffestspiele in Wartenberg“ wurde 1961 von der SED-Führung heftig kritisiert, weil die Darstellung der Arbeiter nicht deren idealisierter Vorstellung entsprach. 1962 entwarf Ronald Paris für das Brecht-Stück „Schweyk im Zweiten Weltkrieg“ am Berliner Ensemble das Premierenplakat. Von 1963 bis 1966 war er Meisterschüler bei Otto Nagel an der Deutschen Akademie der Künste in Berlin (Ost). 1965 war Ronald Paris Mitbegründer Triennale Intergrafik, deren Vorsitzender er später war.

 

1969 porträtierte Paris im Rahmen der Mitarbeit an einer Grafikmappe "Künstler sehen Künstler" den Sänger und Schauspieler Ernst Busch. In dessen Folge entstanden zwei Busch-Gemälde und die Fassung Ernst Busch II wurde auf der VII. Kunstausstellung der DDR ausgestellt. Da die Gemälde nicht den Busch zeigten, sondern einen müden alten Mann, erhielt Paris zahlreiche Kritik, nicht zuletzt von Busch selbst. Das Gemälde wurde vom Ministerium für Kultur aufgekauft und ist später auf spektakuläre Weise verschwunden. Es gilt heute als verschollen.

 

Von 1993 bis 1999 hatte er eine Professur an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle inne. Ronald Paris lebt und arbeitet seit 1985 in Rangsdorf bei Berlin.

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Taken on May 20, 2007