O mache, Gott, vor dir mich stille

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    Photo: Eingang des Nordfriedhofs, Wiesbaden, 1987
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    O mache, Gott, vor dir mich stille

    1.) O mache, Gott, vor dir mich stille.
    In mir, um mich ist viel Geräusch.
    Ach, mich umdrängt der Schmerzen Fülle,
    Mich treibt umher mein eigen Fleisch.
    Lebt' ich nur still vor dir als Kind,
    Wüsst ich nicht mehr, was Schmerzen sind.

    2.) O mache, Gott, zu dir mich stille.
    Wohin sonst flöh ich, als zu dir?
    Du gibst schon in des Leibes Hülle
    Gern Frieden uns - gib ihn auch mir!
    Zu dir, o Vater, flüchtet sich
    Dein Kind und hofft getrost auf dich.

    3.) O mache, Gott, in dir mich stille.
    In dieser Welt hab ich nur Angst,
    Bei dir ist Freud' und Fried' die Fülle,
    Den Frieden du auch mir errangst.
    Leb ich in dir, mit dir vereint:
    So fürcht' ich keinen, keinen Feind.

    4.) Erhalte mich in deiner Stille,
    Die deine Huld in's Herz mir gab.
    Es ist und bleibt dein treuer Wille,
    Mich zu bewahren bis an's Grab.
    Zur ew'gen Stille führst du ein.
    Da werd' ich recht geborgen sein.

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    Autor: Karl August Döring
    Melodie: Wer nur den lieben Gott lässt walten
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    gefunden in:
    Sammlung der vorzüglichsten Lieder
    für Kirche, Schule und Haus
    verlegt bei Samuel Elsner, Berlin, 1832
    Liednummer 1525
    Thema: Bittgesänge, Gotteslob und -dank
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    Karl August Döring (* 22. Januar 1783 in Mark Alvensleben bei Magdeburg; † 17. Januar 1844 in Elberfeld) war ein evangelischer Theologie und Kirchenlieddichter. Der Sohn eines Oberförsters besuchte das Pädagogium des Klosters 'Unserer Lieben Frauen' in Magdeburg studierte 1802 bis 1806 an der Universität Halle/Saale Theologie sowie Philologie und war darauf Hauslehrer zu Waldenburg in Schlesien, wo er mit Mitgliedern der Brüdergemeinde in Berührung kam, durch deren Einfluss er dem Pietistismus nahekam. Nach einer weiteren Beschäftigung 1813 als Hauslehrer in Helmsdorff bei Eisleben wurde er Herausgeber für religiöse Schriften in deutscher und französischer Sprache. Von Herbst 1814 bis Ostern 1815 war er Prediger bei der Petrigemeinde in Magdeburg, dannach Archidiaconus zu St. Andreas in Eisleben. Im Juni 1816 wurde er Pastor der lutherischen Gemeinde zu Elberfeld, in welcher Stellung er bis zu seinem Tode verblieb.
    Aus seiner Feder stammen über 1000 Kirchenlieder, erwähnt seien das Weihnachtslied 'Nacht umhüllte rings die Erde' und das Lied 'Du bist mir nah mit deiner Gnade'.
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