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Der Herr hat viel uns getan | by amras_de
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Der Herr hat viel uns getan

Evangelische St.-Johannis-Kirche in Nieblum/Föhr - Protestant St.-Johannis-Church in Nieblum/Föhr, 1985

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Der Herr hat viel uns getan

 

1.) Der Herr hat viel uns getan,

Wer wollte das nicht frei bekennen,

Im Glauben und in Liebe brennen,

Zu ihm, dem auserwählten Mann?

 

2.) Der treue Gott, der gute Herr,

Gewiss, es ist doch niemand besser,

Sein Heil ist alle Tage größer,

Er wird uns immer freundlicher.

 

3.) Wer kann so elend sein, als wir?

Wer kann die Schnödigkeit beschreiben?

Doch sehn wir ihn so gnädig bleiben,

O Gott und Herr, wir danken dir!

 

4.) Wir sind doch dein ererbtes Gut,

Wir sind ein Teil von deinen Herden,

Und wollen keines andern werden,

Erkaufst hat uns dein Gottesblut.

 

5.) Und deine treue Gnadenhand,

Wie mächtig hat sie uns gezogen!

Wie stark die Hind'rung überwogen,

Wie viel hat sie uns zugewandt!

 

6.) Ja, wer beschreibt uns die Geduld!

Bei unsern so viel tausend Schwächen,

Bei Mängeln, Straucheln und Gebrechen

Vergibt und heilt uns deine Huld.

 

7.) Drum schwört dir unser Herz und Sinn,

Dir unser alles zu verschreiben,

Dein Eigentum mit Lust zu bleiben,

Ach, nimm uns all' auf ewig hin!

 

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Autor: Ernst Gottlieb Woltersdorf

Melodie: Ihr Seelen, sinkt, ja sinket hin

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gefunden in:

Sammlung der vorzüglichsten Lieder

für Kirche, Schule und Haus

verlegt bei Samuel Elsner, Berlin, 1832

Liednummer 308

Thema: Bittgesänge, Gotteslob und -dank

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Ernst Gottlieb Woltersdorf wurde am 31. Mai 1725 als sechster Sohn des Predigers Gabriel Lukas Woltersdorf in Friedrichsfelde bei Berlin geboren.

Er besuchte das Berliner Gymnasium Zum Grauen Kloster, von dem er im Jahre 1742, erst 17 Jahr alt, an die Universität Halle/Saale wechselte, um sich unter der Leitung der der pietistischen Schule angehörigen Professoren J. Lange, Michaelis, Baumgarten und Knapp dem Studium der evangelischen Theologie zu widmen. Er wohnte während dieser Zeit im Francke’schen Waisenhaus.

1748 wurde er Stadtpfarrer in Bunzlau in Schlesien, wo er ein Waisenhaus nach Halleschem Vorbild mitbegründete und später leitete und mit besonderer Liebe unter der Jugend arbeitete.

Ernst Gottlieb Woltersdorf war ein fruchtbarer Schriftsteller und Liederdichter im Geiste des Pietismus, da er seinem glühenden Glauben auch nach außen wirksam Wirkung verschaffen wollte. Er schrieb über 200 Kirchenlieder. Er starb, im Dienst sich verzehrend, am 17.12.1761.

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Taken on April 3, 2010