Was soll ich singen außer dir

Photo; Rapsfeld an der heutigen Sylter Straße, Wiesbaden-Dotzheim, OT Sauerland, 1987

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Was soll ich singen außer dir

 

1.) Was soll ich singen außer dir,

Wenn ich auf deiner Schöpfung Zier

Mit stillen Augen blicke?

Wenn deine Sonne mich bescheint,

Wenn Tief' und Höhe sich vereint,

Dass sie mein Herz erquicke?

Wenn mich

Lieblich

Deine Güte

In der Blüte,

In den Halmen

Weckt zu Dank- und Wonnepsalmen?

 

2.) Dein Name, Herr, allein ist's wert,

Dass ihn der Mensch mit Liedern ehrt

Und ewiglich erhöhet.

Wohl dem, der frohes Herzens singt

Und dir ein reines Opfer bringt,

Das vor dem Licht bestehet.

Lehr mich,

Herr, dich

Würdig preisen, heil'ge Weisen

Gib dem Munde

Bis zur letzten Feierstunde.

 

3.) Hier tönt des Wanderers Gesang

Oft fröhlich, öfters schwach und bang', -

D o r t ist das Land der Töne.

Dort strömen ew'ge Melodien,

O Gott, durch deinen Himmel hin,

Dort jauchzen deine Söhne.

Hehre Chöre,

Überwinder,

Gottes Kinder,

Lasset meinen

Dank sich dort mit euch vereinen!

 

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Autor: Albert Knapp

Melodie: Wie schön leuchtet der Morgenstern

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gefunden in:

Sammlung der vorzüglichsten Lieder

für Kirche, Schule und Haus

verlegt bei Samuel Elsner, Berlin, 1832

Liednummer 1816

Thema: Frühlingslied

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Albert Knapp (* 25. Juli 1798 in Tübingen; † 18. Juni 1864 in Stuttgart) war ein deutscher Pfarrer, Dichter und Begründer des ersten Tierschutzvereins in Deutschland. Sein Enkel war der Pazifist Paul Knapp.

Albert Knapp war der Sohn des Hofgerichtsadvokaten und Verwaltungsbeamten Gottfried Gabriel Knapp (1764-1828) und der Henriette geb. Finckh (1775-1827). Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Alpirsbach, Rottweil und Tübingen. In Maulbronn, wo er 1814 in das evangelische Seminar eintrat, verfasste er bereits Gedichte und dramatische Texte.

1816 begann er das Studium der Evangelischen Theologie in Tübingen. Daneben interessierte er sich besonders für Geschichte, Philosophie und Poesie. Knapp war ein eifriger Burschenschafter, der 1819 am Jahrestag der Schlacht bei Waterloo eine aufrührerische Rede ('Gegen die autoritären Monarchen und für ein geeintes Deutschland') hielt.

Durch seinen Freund Ludwig Hofacker erhielt er 1820 eine Vikariatsstelle in Feuerbach bei Stuttgart. Knapp kämpfte gegen allzu einseitige pietistische Standpunkte. Weitere Stationen seiner geistlichen Laufbahn waren: Vikar in Gaisburg, Diakon in Sulz am Neckar (1825) und in Kirchheim unter Teck (1831). 1836 kam er nach Stuttgart an die Hospital- und die Stiftskirche und übernahm 1845 als Nachfolger von Gustav Schwab das Amt des Pfarrers der Leonhardskirche.

Im Dezember 1837 gründete er außerdem, inspiriert von seinem Freund und Vorbild, dem im Februar desselben Jahres verstorbenen pietistischen Pfarrer Christian Adam Dann, den ersten Tierschutzverein Deutschlands. Er entwarf ein Flugblatt, das 1838 dem Schwäbischen Merkur beigefügt wurde und zur Gründung von Ortsgruppen aufrief. Ein Vorwurf von ihm lautete, dass es noch kein öffentliches Gesetz gegen Tierquälerei gebe. Tierschutz sei ein zutiefst christliches Anliegen, wobei sich Knapp auf die Bibel im Römerbrief 8. Kapitel, Verse 18-23, berief.

Albert Knapp war dreimal verheiratet: 1828 mit Christiane von Beulwitz († 1835), 1836 mit der Witwe Emilie Osiander († 1849) und 1850 mit Minette Lerche († 1897). Er selber starb am 18. Juni 1864 in Stuttgart im Alter von 65 Jahren.

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Taken on March 28, 2010
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