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Willkommen, Überwinder, willkommen, Trost | by amras_de
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Willkommen, Überwinder, willkommen, Trost

Photo: Verzierung an den Bänken der evangelischen Kirche St. Laurentii in Süderende auf Föhr

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Willkommen, Überwinder, willkommen, Trost

 

1.) Willkommen, Überwinder,

Willkommen, Trost der Sünder!

Willkommen, Heil der Welt!

Willkommen, Schlangentreter (a)

Und Hoffnung aller Väter!

Willkommen größter Wunderheld!

 

2.) Für wen hast du gelitten?

Für wen hast du gestritten

Und obgesiegt, o Held!

Für Adams böse Kinder, (b)

Für hingeworfne Sünder,

Für eine lastervolle Welt.

 

3.) O, wer begreift die Triebe

So wunderbarer Liebe!

Und wer erstaunt hier nicht?

Für freche Sündenknechte

Erduldet der Gerechte

Ein unverdientes Strafgericht!

 

4.) Lass uns doch nicht vergessen,

Die Gnade zu ermessen,

Die heut' uns widerfährt.

Lass uns das Herz erneuern

Und so die Ostern feiern,

Wie Dank und Pflicht von uns begehrt!

 

5.) Kein Sauerteig der Sünden

Sei mehr in uns zu finden,

Der uns bisher befleckt!

Lasst uns hinfort das Leben

Bloß dessen Dienst ergeben,

Den Gott für uns vom Tod erweckt!

 

6.) Hilf, Jesu, selbst uns kämpfen,

Die böse Lust zu dämpfen,

Die uns zur Sünde treibt.

Wir können sonst nicht siegen

Und müssen unterliegen,

Wo nicht dein Beistand bei uns bleibt.

 

(a) Die Schlange gilt in der Bibel als Symbol des Bösen und der Sünde.

Gott spricht: ‚Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.' ( 1. Buch Mose, Kapitel 3, Vers 15)

Jesus Christus als der Erlöser der Menschheit von den Erbsünden wird oft als Schlangen(zer)treter bezeichnet oder dargestellt, der im Moment der Tötung der Schlange von ihr einen Biss in die Ferse erhält.

(b) Nach christlicher Vorstellung hat Christus durch seinen Opfertod am Kreuz den Sündenfall Adams und der Menschheit aufgehoben.

Insofern wird Christus oft als der letzte Adam bezeichnet und als der erste neue Mensch, an dem der Fluch der Erbsünde aufgehoben wurde.

Opfertod

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Autor: Daniel Wilhelm Triller

Melodie: Nun ruhen alle Wälder

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Schatzkästlein enthaltend biblische Betrachtungen

auf alle Tage im Jahre

zur Beförderung häuslicher Andacht und Gottseligkeit

Von Johannes [Evangelista] Gossner

Verlegt bei Karl Tauchnitz, Leipzig, 1830

Thema: Ostern

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Daniel Wilhelm Triller (* 10.02.1695 in Erfurt, + 22.05.1782 in Wittenberg) war deutscher Arzt, Universitätslehrer und evangelischer Kirchenlieddichter. Mit sechs Jahre verlor er im selben Jahr Vater und Mutter, als die Familie in Altenburg lebte und wurde danach von seinem Vetter aufgenommen, der Bürgermeister in Zeitz war. Dort besuchte das Gymnasium bis er 1713 an die Universität Leipzig ging, um Medizin zu studieren. Darüber hinaus beschäftigte er sich auch mit alten und neuen Sprachen, was ihn dazu bewog, sich mit der Dichtkunst zu befassen. 1718 wurde er in Halle/Saale im Fach Medizin promoviert, danach lehrte er selbst in Leipzig und wurde 1720 zum Landphysikus nach Merseburg berufen. Dort verfasste er die ersten Kirchenlieder und gab 1723 ein Passionsspiel mit einem Anhang eigener Passionslieder in Druck. Es folgten Kirchenlieder, besonders zum Thema der Gottesgröße und seiner Heiligkeit. 1730 wurde er nach Usingen berufen, um einen Nassau-Saarbrückischen Erbprinzen auf einer Europareise als Leibarzt zu begleiten. Im Frühjahr 1732 kehrte er nach Deutschland zurück und verfasste mehrere naturwissenschaftliche Arbeiten, was ihm 1744 einen Ruf nach Frankfurt am Main als ordentlicher Rat und Leibarzt des Reichhofrats-Kollegiums einbrachte, von wo er 1745 zum ersten Leibarzt des Herzogs von Sachsen-Weißenfels berufen und nach dessen Tod 1746 Hofrat und Leibarzt des Kurfürsten Friedrich August II von Sachsen wurde. 1749 wurde er ordentlicher Professor für Medizin an der Universität Wittenberg, wo er 1782 im hohen Alter von 87 Jahren starb.

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Taken on June 28, 2008