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Ruhe ist das beste Gut, das man haben kann | by amras_de
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Ruhe ist das beste Gut, das man haben kann

Bild: Orthodoxe Kirche in Darmstadt (nachbearbeitetes Photo)

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Ruhe ist das beste Gut, das man haben kann

 

1.) Ruhe ist das beste Gut,

Das man haben kann,

Stille und ein guter Mut

Steiget himmelan.

Die suche du. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

2.) Ruhe sucht ein jedes Ding.

Allermeist ein Christ.

Mein Herz, nach derselben ring,

Wo du immer bist.

Such Ruh', such Ruh'! Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

3.) Ruhe gibet nicht die Welt,

Ihre Freud' und Pracht.

Nicht gibt Ruhe, Gut und Geld,

Lust, Ehr', Gunst und Macht

Reicht keines zu. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

4.) Ruhe gibt die Erde nicht,

Die ist kugelrund,

Den sie in die Höh' gericht't,

Stürzet sie zur Stund'.

O, schlechte Ruh. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

5.) Ruhe geben kann allein

Jesus, Gottes Sohn,

Der uns alle ladet ein

Vor des Himmels Thron

Zur wahren Ruh'. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

6.) Ruhe wer da finden will,

Komme nur zu mir,

Hast du gleich des Leidens viel,

Ich Kann's lindern dir

Und geben Ruh'. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

7.) Ruhe schenkt Er allen gleich,

Die beladen sind,

Klein und Große, arm und reich

Mann, Weib oder Kind

Findt bei ihm Ruh. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

8.) Ruhe schmecket denen wohl,

Die schwer sind gedrückt

Und mühselig, schmerzensvoll,

Dass sie fast erstickt,

Gern finden Ruh'. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

9.) Ruhe ganz umsonst verspricht

Jesu treuer Mund,

Sein so freundlich Angesicht

Aus Herzensgrund

Lockt all' herzu. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

10.) Ruhe so gar williglich,

Jesus bietet an:

Ich will euch erquicken, ich,

Der's am Besten kann,

Als selbst die Ruh'. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

11.) Ruhe labet und erquickt

Süßiglich ein Herz,

Das da drückt und fast erstickt

Kummer, Kreuz und Schmerz,

Das schreit: Ach, Ruh'! Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

12.) Ruhe kommt aus Glauben her,

Der nur Jesum hält.

Jesus machet leicht, was schwer,

Richtet auf, was fällt.

Sein Geist bringt Ruh. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

13.) Ruhe findt sich allermeist,

Wo Gehorsam blüht,

Ein in Gott gesetzter Geist

Macht ein still' Gemüt

Und Seelenruh'. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

14.) Ruhe wächset aus Geduld

Und Zufriedenheit,

Die in Gottes Zorn und Huld

Und in Lieb' und Leid

Sich gibt zur Ruh'. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

15.) Ruhe hat, wer williglich

Christi sanftes Joch

Hingebücket nimmt auf sich,

Ist es liebreich doch

Und schaffet Ruh'. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

16.) Ruhe den erst recht ergötzt,

Der ein Schüler ist

Und sich zu den Füßen setzt

Seines Herren Christ

Und lernt die Ruh'. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

17.) Ruhe nirgens lieber bleibt,

Als wo Demut ziert.

Was zur Niedrigkeit fein treibt

Und herunter führt,

Gibt wahre Ruh'. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

18.) Ruhe springet aus der Quell',

Wo die Liebe fleußt,

Ist das Herze klar und hell,

Sanft und still der Geist,

Da strömt die Ruh'. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

19.) Ruhe, noch mit einem Wort,

Soll sie ewig sein,

Willst du ruhen hier und dort?

Dring zu Jesu ein.

Er ist die Ruh'. Hier und dort

Ist keine Ruh' als bei Gott:

Zu ihme zu! Gott ist die Ruh!

 

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Autor: Johann Kaspar Schade

Melodie: Seele, was ist schöners wohl

oder: Auf, hinauf zu deiner Freude

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Gefunden im Freylinghausenschen

'Geist=reichen Gesang=Buch'

gedruckt in Halle, 1706

Liednummer 450

Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost

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Johann Kaspar Schade, lutherischer Theologe, Pietist, Liederdichter, * 13.1. 1666 in Kühndorf bei Meiningen als Sohn eines Pfarrers. - Früh verwaist, verlebte er eine schwere Kindheit und Jugend und erwies sich schon bald als religiöse Natur. Er besuchte das Schleusinger Gymnasium, ehe er 1685 in Leipzig das Studium der Philosophie, der hebräischen Sprache und der Theologie aufnahm. Dort schloss er sich August Hermann Francke und dem von ihm gegründeten »Collegium philobiblicum« an und hielt biblisch-erbauliche Kollegs ab. An der Berliner St. Nicolai-Kirche, wo Philipp Jakob als Propst amtierte, fand er ein Jahr später eine neue Wirkungsstätte und entfaltete als Seelsorger und pathetischer Kanzelredner eine wirkungsvolle Tätigkeit. Bald geriet er wegen der herrschenden laxen Beichtpraxis in Gewissenskonflikte und bekämpfte die routinemäßig gewährte Absolution in der Privatbeichte. Seinem Anliegen verschaffte er besonders in Flugschriften Gehör.

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Taken on February 27, 2012