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Auf, danket ihm mit Herz und Mund

Photo: Innansicht der evangelischen Jacobskirche, Weimar, Thüringen

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Auf, danket ihm mit Herz und Mund

 

1.) Auf, danket ihm mit Herz und Mund

Am Tage seiner Freuden.

Er hat den ew'gen Gnadenbund

Gegründet durch sein Leiden.

Er hat dem Tod entwandt die Macht,

Das Leben aber wiederbracht

Und unvergänglich Wesen.

 

2.) Nun tritt, was Christo ähnlich ist,

In Glaubenskraft zusammen.

Weil Christus auferstanden ist,

Wer will sein volk verdammen?

Hier ist der Mann, der überwand

Und nach zerrissnem Todesband

Zur Rechten Gottes sitzet.

 

3.) Du wohlgeplagtes Christenheer,

Vergiss, was drückt und naget!

Gesetzt, es häuft sich mehr und mehr,

Nur frisch mit dem gewaget,

Der durch des Grabes Siegel brach

Und zu dem Tode mächtig sprach:

Wo ist nunmehr dein Stachel?

 

4.) Doch Christi Sieg ist gut dafür,

Der lehrt uns überwinden

Und öffnet Riegel, Schloss und Tür,

Trotz Teufel, Welt und Sünden.

Mit diesem großen Siegesmann

Ist alles kurz und gut getan,

Wo bleibt dein Sieg, o Hölle?

 

5.) Zum Siegel solcher Seligkeit

Gibt uns der Herr zu essen

Die Speise der Unsterblichkeit,

Die niemand soll vergessen.

Der Lebenssaft uns heilsam tränkt,

Den das erwürgte Lamm uns schenkt,

O edler Ostersegen!

 

6.) Gott, unserm Gott, sei Lob und Dank,

Der uns den Sieg gegeben,

Der uns, was hin ins Sterben sank,

Hat wiederbracht zum Leben!

Der Sieg ist unser, Jesus lebt,

Der uns zur Herrlichkeit erhebt.

Gott sei dafür gelobet!

 

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Autor: Valentin Ernst Löscher

Melodie: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut

oder: Allein Gott in der Höh sei Ehr

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Schatzkästlein enthaltend biblische Betrachtungen

auf alle Tage im Jahre

zur Beförderung häuslicher Andacht und Gottseligkeit

Von Johannes [Evangelista] Gossner

Verlegt bei Karl Tauchnitz, Leipzig, 1830

Thema: Ostern

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Valentin Ernst Löscher (* 29. Dezember 1673 in Sondershausen/Thüringen; † 12. Februar 1749 in Dresden) war ein lutherischer Superintendent und Kirchenlieddichter in Dresden.

Löscher stammte aus einem alten evangelischen Pfarrgeschlecht. Bereits sein Urgroßvater Jodocus Löscher hatte bei Martin Luther die Vorlesungen besucht und aus dessen Nachkommenschaft sind viele evangelische Theologen hervorgegangen. Valentin Ernst besuchte zuerst die Schule in Zwickau, kam 1687 an die Schule in Wittenberg und immatrikulierte sich am 13. März 1690 an der Universität Wittenberg.

Hier nahm er ein Studium der Philologie, Geschichte und Theologie auf. So vorbereitet, avancierte er am 28. April 1692 zum Magister der Philosophie. Im Anschluss setzte er seine Studien fort, hielt Privatvorlesungen und begab sich 1694 für ein Jahr an die Universität Jena.

1698 wurde er vom Herzog Johann Georg von Sachsen-Weißenfels in das Amt des Superintendenten von Jüterbog berufen, wurde am 16. Dezember in Weißenfels ordiniert und trat am 29. Dezember 1698 sein Amt an.

Am 10. November 1691 erhielt Löscher vom Herzog von Merseburg einen Ruf als Superintendent nach Delitzsch, wo er sich immer mehr in ein intensives Bibelstudium vertiefte, um das Ziel zu erreichen die theologischen Wissenschaften zu beleben. Dabei verwendete er besondere Aufmerksamkeit darauf, dass die neuen Kandidaten in einem theologischen Amte speziell geschult wurden und als sittlich gereift ihr Pfarramt antraten. Auch trat er für eine Wiedereinführung der Visitationen ein. Zeit seines Lebens setzte er sich unbeugsam für die Fortführung der Reformation im ursprünglichen Sinn Martin Luthers ein und verwarf Annäherungen an reformierte und pietistische Glaubenskreise.

Nach kurzer akademischer Tätigkeit als Professor in Wittenberg (1707-1709) wurde er als Pfarrer an die Dresdner Kreuzkirche berufen. Gleichzeitig wurde er zum Oberkonsistorialassessor und Superintendenten ernannt. In Dresden, wo er bis zu seinem Tode wirkte, entfaltete er einen umfangreichen Wirkungskreis.

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Taken on April 2, 2012