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Herr, wir singen deiner Ehre | by amras_de
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Herr, wir singen deiner Ehre

Bild: Frankfurt am Main, Mainufer (nachbearbeitetes Photo)

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Herr, wir singen deiner Ehre

 

1.) Herr, wir singen deiner Ehre,

Dir schallen unsre Jubelchöre,

Nimm gnädig unser Loblied an!

Herr, wir danken voll Entzücken!

Wo ist ein Gott, der so beglücken,

So lieben und so segnen kann?

O du, den wir erhöhn,

Du, dessen Heil wir sehn,

Bist die Liebe!

Schon vor der Zeit,

Von Ewigkeit

Warst du die Liebe, wirst sie sein.

 

2.) Um zu dir uns zu erheben,

Hauchst du in unsre Brust das Leben

Und schenkest uns des Himmels Glück.

Um zu dir uns zu erheben,

Entziehst du uns'rer Brust das Leben

Und schenkest uns des Himmels Glück.

Du gibst das Leben, Gott

Und führst auch durch den Tod

Uns zum Leben,

Bist liebevoll:

Nur unser Wohl,

Nicht unser Elend förderst du.

 

3.) Als wir von der Sünde Plagen

Gequält und matt im Glauben lagen

Und Nacht des Todes uns umfing,

Fern von deiner Wahrheit Pfade:

Da war es, Gott, als deine Gnade

Erbarmend vor uns überging.

Da rief dein Vaterblick

Ins Leben uns zurück

Von der Sünde.

Aus ihrer Nacht

Sind wir erwacht,

Erwacht, um, Gott, dein Licht zu sehn.

 

4.) Preiset ihn, ihr Jubellieder!

Zur Erde kam sein Sohn hernieder,

Als Mensch, und starb der Sünder Tod.

Christus hat den Tod bezwungen!

Ein Siegeslied werd' ihm gesungen!

Uns segnet, uns begnadigt Gott.

Wir sind mit Gott versöhnt:

Ihr Lobgesänge tönt,

Tönt zum Himmel!

Erschallt schon hier,

Einst bringen wir,

Vollendet, ihm den höhern Dank!

 

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Autor: Johann Joachim Eschenburg

Melodie: Wachet auf, ruft uns die Stimme

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Sammlung geistlicher Lieder - Band 3 -

Herausgegeben von Nikolaus Joachim Guilliam Evers

Archediakonus an der Jakobi-Kirche, Hamburg

Druck und Verlag: G.F.Schniebes, E.E.Raths

Hamburg, 1818

Liednummer 1809

Thema: Bittgesänge, Gotteslob und -dank

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Johann Joachim Eschenburg (* 7. Dezember 1743 in Hamburg; † 29. Februar 1820 in Braunschweig) war ein deutscher Literaturhistoriker und Hochschullehrer.

Er studierte seit 1764 in Leipzig und ab 1767 in Göttingen Theologie. In diesem Jahr kam er auf Veranlassung Johann Friedrich Wilhelm Jerusalems (genannt Abt Jerusalem) als Öffentlicher Hofmeister an das Collegium Carolinum nach Braunschweig. Im Jahre 1770 übernahm er für Johann Arnold Ebert den öffentlichen Vortrag über Literaturgeschichte. Eschenburg wurde 1773 zum außerordentlichen Professor und schließlich 1777 zum ordentlichen Professor der schönen Literatur und der Philosophie als Nachfolger des verstorbenen Zachariae ernannt. Seit 1773 war er Erzieher des Grafen von Forstenberg, eines unehelichen Sohnes des Erbprinzen Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig. Von 1777 bis 1820 gab Eschenburg die von Herzog Karl I. gegründeten Braunschweigischen Anzeigen heraus. Er war seit 1782 Bibliothekar des Collegiums. Im Jahre 1786 wurde er zum Hofrat ernannt. Er erhielt 1795 ein Kanonikat am St. Cyriakusstift, dessen letzter Senior er später war. Im selben Jahr wurde ihm die Oberaufsicht über die Zensur und die Redaktion des Braunschweigischen Gelehrtenmagazins übertragen. Im Zuge der Auflösung des Collegium Carolinum und der Umwandlung in eine Militärakademie wurde Eschenburg 1808 pensioniert. Im Jahre 1814 wurde er an das wiedereröffnete Collegium berufen, wo er als Mitglied des Direktoriums und Bibliothekar wirkte. Aus Anlass seines 50jährigen Dienstjubiläums wurde er 1817 zum Geheimen Justizrat ernannt. Er erhielt Ehrendoktorwürden der Universitäten Göttingen und Marburg. Als enger Freund des 1781 verstorbenen Lessing gab er Teile dessen literarischen Nachlasses heraus.

Eschenburg starb 1820 in Braunschweig und wurde auf dem dortigen Magni-Friedhof beigesetzt.

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Taken on February 4, 2012