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15.11.2014 NoHoGeSa/HoGeSa Demos Hannover_IGP6500 | by Simon Zamora Martin
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15.11.2014 NoHoGeSa/HoGeSa Demos Hannover_IGP6500

Das sind also die "Fußballfans" die am ZOB in Hannover angeblich "nur" gegen religösen fundamentalismus des Salafisten demonstrieren...

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Am 15.11.2014 haben in Hannover rund 2.000 rechte Hooligans und Neonazis an der umstrittenen Kundgebung des Netzwerks "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) teilgenommen. Eingekesselt von der Polizei durften die rechten Demonstranten – auf den alten ZOB hinter dem Hautbahnhof völlig abgeschottet von der Öffentlichkeit - lediglich eine stationäre Kundgebung abhalten. Gegen den rechten Aufmarsch protestierten über 6.000 Menschen darunter auch prominente Politiker wie die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth von den Grünen.

 

Alle Veranstaltung verliefen weitgehend friedlich, lediglich am Rande kam es vereinzelt zu Rangeleien zwischen den Neonazis und den Gegendemonstranten. Dabei kam auf beiden Seiten zu mehreren Festnahmen. Insgesamt war die Polizei mit rund 5.000 Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesrepublik im Einsatz.

 

In Hannover haben am 15. November 2014 weit weniger rechte Hooligans und Neonazis demonstriert als erwartet. Lediglich 2.000 Personen beteiligten sich an der Kundgebung der Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa), die Organisatoren hatten auf 5.000 gehofft. Viele der Demonstranten trugen - bei Rechten beliebte Marken - "Thor Steinar" sowie T-Shirts mit der Aufschrift "HoGeSa" oder „White nations for white Europ“. Die Stimmung unter den Neonazis war zum Teil aggressiv, immer wieder wurden Journalisten angepöbelt und bedroht. Weil die Polizei für deren Sicherheit nicht mehr garantieren konnte, wurden Pressevertreter ab dem frühen Nachmittag nicht mehr auf das abgesperrte Gelände hinter dem Hauptbahnhof gelassen.

 

Ursprünglich wollten die rechten Demonstranten durch die niedersächsische Landeshauptstadt ziehen. Da die Polizei allerdings Ausschreitungen wie vor einigen Wochen in Köln befürchtet hatte, verbot sie kurzerhand den Aufmarsch. Das Verwaltungsgericht Hannover hob das Verbot jedoch der Demonstration auf, ließ die Veranstaltung jedoch nur unter strengen Auflagen zu. So wurde den rechten Versammlungsteilnehmern nur eine stationäre Kundgebung zugelassen. Diese Kundgebung, auf dem u.a. gegen Muslime gehetzt wurde, fand am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) statt - völlig isoliert von der Öffentlichkeit - inmitten eines grauen Niemandslandes zwischen breiten Straßen, einem der wohl hässlichsten Plätze der Stadt.

Die Demonstration wurde lediglich als stationäre Kundgebung zugelassen, zudem durfte die rechte Band "Kategorie C" nicht auftreten. All das schien vielen rechten Demonstranten nicht zu gefallen, so verließen bereits nach kurzer Zeit zahlreiche rechte ihre Kundgebung. Zudem beendete der Veranstalter die Kundgebung vorzeitig, obwohl sie eigentlich noch 75 Minuten gehabt hatten.

 

Gegen den rechten Aufmarsch, protestierten über 6.000 Menschen auf insgesamt sechs Veranstaltungen. Unter dem Motto "Hannover steht auf - gegen rechts" fanden sich am frühen Morgen über 1.500 Menschen zu dieser Kundgebung ein. Organisiert wurde diese Veranstaltung vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), unterstützt von den Fraktionen des Landtags sowie der katholischen und evangelischen Kirche. An dieser Veranstaltung nahm auch die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth von den Grünen teil.

 

Eine weitere Veranstaltung fand am Steintor statt, hier versammelten sich am Vormittag über 2.000 Menschen, vorwiegend aus dem linksradikalen und antifaschistischen Spektrum. Unter dem Motto "Gemeinsam gegen Rassismus und Religiösen Fundamentalismus" zogen die Teilnehmer der NoHoGeSa-Demonstration - nach einer längeren Auftaktkundgebung - durch die Innenstadt, zum Andreas-Hermes-Platz. Dort standen sich beide Lager in Sichtweite gegenüber und beschimpften sich gegenseitig, vereinzelt flogen Eier auf die Neonazis.

Alle Veranstaltung verliefen weitgehend friedlich, lediglich am Rande kam es vereinzelt zu Auseinandersetzungen zwischen den Neonazis, den Gegendemonstranten und der Polizei.

Nach Ende der Neonazi-Kundgebung wurden die Bahnreisenden in Gruppen von 50 Personen in den Bahnhof begleitet und entließ diese anfangs ohne weitere Polizeibegleitung. Die Neonazis mischten sich unter die PassantInnen und es kam zu einzlnen Übergriffen auf AntifaschistInnen und Journalisten.

Eine Gruppe von hamburger AntifaschistInnen wurde von der Polizei auf ein abgesperrten Teil des Gleises 7/8 geführt in den eine Gruppe von Neonazis auf ihren Zug nach Halle/Saale warteten. Es kam zu Auseinandersetzungen in dessen Folge ein Antifaschist festgenommen wurde.

Am frühen Abend die Kneipe "Larifari" in der Andreaestraße von dutzenden Personen angegriffen und beschädigt. Die Kneipe ist seit längerem für ihr rechtes Stammkundschaft bekannt. Zudem wurden immer wieder Feuerwerkskörper gezündet und bei der Gegendemonstration wurde ein Polizeiauto beschädigt. Auf beiden Seiten kam es zu mehreren Festnahmen. Die Polizei ging dabei mit Pfefferspray, Schlagstöcken und Pferdestaffeln vor.

 

Da bereits im Vorfeld ähnliche Krawallen in Köln befürchtet worden war, wurde das Gebiet um den Hauptbahnhof weiträumig abriegelt. Auf den Zufahrtswegen wurden zudem die Fahrzeuge kontrolliert. Insgesamt waren rund 5.000 Polizeibeamte aus mehreren Bundesländer im Einsatz gewesen. Am frühen Abend beruhigte sich die Lage wieder.

 

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Taken on November 15, 2014