ehem. Gießerei Krautheim Chemnitz Sandstraße
Obwohl er an der historischen Chemnitzer Industrie-Entwicklung ebenfalls keinen ganz unbedeutenden Anteil hatte, ist er im Gegensatz etwa zu Johann Zimmermann, Richard Hartmann oder Louis Schönherr erstaunlicherweise heute bei weitem weniger bekannt, das scheint in seinen einstigen Glanzzeiten ganz anders gewesen zu sein. Doch unter den ehemaligen Arbeitern und deren Angehörigen sowie den unmittelbaren Anwohnern ist sein Name heute noch genauso ein Begriff wie der in DDR-Zeiten aus ihm hervorgegangene VEB Stahlgießerei Karl-Marx-Stadt an der Sandstraße 116. Die einstige Bedeutung und Monumentalität des Unternehmens ist heute noch erahnbar, auch wenn man dabei fast ausnahmslos vor Ruinen steht, von denen ein Teil schon nicht mehr existiert. Sein größter Verdienst bestand sicher darin, die Metallgießerei von ihrem damaligen Handwerksstatus in einen mächtigen Industriezweig verwandelt und somit den steilen industriellen Boom in damaligen Chemnitz mitgeebnet zu haben. Die Geschichte der industriemäßigen Gießerei ohne seinen Namen ist unvorstellbar – Gustav Adam Krautheim …
Von dem einst riesigen Gießereiimperium ist heute nur noch ein intaktes Gebäude übrig, das zu einem Wohn – und Geschäftshaus umgebaute Fabrikgebäude an der Schiersandstraße.
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