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Schloss Ivenack (1710/1810) | by onnola
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Schloss Ivenack (1710/1810)

Hauptfassade (Osten), Balkon über dem Schlosseingang

 

Ivenack, Amt Stavenhagen, Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern

 

1252 mit der Stiftung eines Zisterzienserinnenklosters erstmalig urkundlich erwähnt entwickelt sich Ivenack nach der Säkularisierung des Klosters um 1555 zum Amt der mecklenburgischen Herzöge.

Das Gut wird regelmäßig verpachtet und gelangt 1709 als Rittergut in den Besitz des Geheimen Rats Ernst Christoph von Koppelow, der den im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Ort wieder aufbauen sowie eine neue Kirche und ein Herrenhaus errichten lässt.

 

Über von Koppelows Witwe kommt das Gut an Helmuth Reichsgraf von Plessen und durch dessen Tod 1761 an die Freiherren von Maltzahn, deren Majoratsinhaber auf Ivenack fortan Titel und Wappen eines Grafen von Plessen führt.

 

Vekannt wird der Ort zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch das gräflich Plessensche Gestüt und besonders dessen legendären Zuchthengst Herodot.

 

Das Herrenhaus wird zu Beginn des 18. Jahrhunderts unter Einbeziehung von Teilen des ursprünglichen Herrenhauses von 1590 (Reste eines Fachwerkgebäudes im Nordwestflügel) errichtet. 1810 wird die Hauptfassade umgestaltet.

 

Ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammen die Schlosskirche, die Orangerie und das Teehaus. Nördlich des Schlosses liegt der durch Verbindungstrakte und Eckpavillons halbkreisförmig angelegte Marstall.

 

Der ursprünglich barocke Schlosspark wird um 1800 zu einem englischen Landschaftsgarten umgestaltet.

 

Nach 1945 wohnen zunächst Flüchtlinge im Schloss, später ist hier ein Alten- und Pflegeheim für geistig Behinderte eingerichtet worden. Derzeit befindet sich das sanierungsbedürftige Schloss in Privatbesitz und wird nicht genutzt (Stand: August 2012).

 

Von der historischen Innenausstattung aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind u.a. das eindrucksvolle Treppenhaus mit dreiläufiger Treppe, Wandschränke, Wandvertäfelungen, Stuckdecken, Parkett und Kamine erhalten.

 

Wikipedia: Schloss Ivenack

Deutsche Stiftung Denkmalschutz: Kleinod in Gefahr

Wikipedia: Ivenack

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Taken on August 13, 2012