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Schlosspark Ringenwalde - Erbbegräbnis der Familie von Saldern-Ahlimb | by onnola
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Schlosspark Ringenwalde - Erbbegräbnis der Familie von Saldern-Ahlimb

1903/04 errichtetes Erbbegräbnis der Familie von Saldern-Ahlimb im Schlosspark Ringenwalde; Blick Richtung Schloss

 

Ringenwalde ist eine pommersche Gründung an der bereits in der Slawenzeit wichtigen Handelsstraße von der Nordsee nach Polen. Jeweils eine Tagesreise von Templin und Angermünde entfernt, entsteht vermutlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts der Rastplatz Ringenwalde.

 

Um 1270 wird in Ringenwalde auf einer kleinen Anhöhe eine Kirche aus behauenem Feldstein im gotischen Stil errichtet.

 

Der Ort entwickelt sich schnell - 1375 werden im Landbuch sechs Krüge verzeichnet, die durchreisenden Kaufleuten Unterkunft und Verpflegung boten.

 

1376 übergibt Kaiser Karl IV. als Statthalter von Brandenburg das Dorf Ringenwalde der in Poratz ansässigen Adelsfamilie von Alem (später von Ahlimb) zu Lehen.

 

1740/41 wird durch einen italienischen Architekten das Schloss zu Ringenwalde errichtet und ein barocker Schlosspark nach französischem Vorbild angelegt. 1745 werden im Ort eine Windmühle und ein Teerofen gebaut.

 

1830 ausgebrannt, wird das Schloss im klassizistischen Baustil umgebaut und der Schlosspark von Peter Joseph Lenné im englischen Stil umgestaltet.

 

Ebenfalls 1830 wird auf dem Rittergut eine moderne Destillationsanlage errichtet. Das Geschäft geht so gut, dass in den Jahren nach 1871 der Traum des Grafen von "der schönsten Branntweinfabrik" verwirklicht wird. Das Gebäude existiert noch und steht unter Denkmalschutz.

 

Mitte des 19. Jahrhunderts gehören zum Gut zwei öffentliche sowie 20 Wohn- und 36 Wirtschaftsgebäude, darunter auch die 1757 erstmals erwähnte Ziegelei.

 

Nach dem Konkurs des Besitzers wird 1934 ein teil des Gutes an die Gesellschaft für innere Kolonisation verkauft, die es in zahlreiche Bauerngrundstücke aufsiedelt.

 

Das Restgut und die Ringenwalder Forsten werden 1939 von Hermann Göring erworben, der es in die 1936 gegründete "Stiftung Schorfheide" einbringt.

 

Während des 2. Weltkriegs wird das Schloss mit französischem Beutegut und sonstigem Privatbesitz belegt und von der SS bewacht. Vor Kriegsende ist es zwitweise Lazarett.

Die letzte Handlung der vor der Sowjetarmee fliehenden SS-Einheit ist 1945 die Sprengung des Schlosses.

 

In Ringenwalde gibt es noch eine ganze Reihe gut erhaltener Wohn- und Stallgebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert, teils aus Backstein, teils in Fachwerkbauweise errichtet.

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Taken on November 13, 2011