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Besucherzentrum "Mosellum" am Fischpass an der Moselstaustufe Koblenz | by onnola
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Besucherzentrum "Mosellum" am Fischpass an der Moselstaustufe Koblenz

Bereich "Unter Wasser": Informationen zu den Wanderfischen Aal und Lachs, zu Fischarten in der Mosel und Schaufenster zum Fischpass

 

Einweihung des neuen Fischpasses und des Besucherzentrums "Mosellum" an der Moselstaustufe in Koblenz am 29.9.2011.

 

Die Anlage ist die erste von insgesamt zehn geplanten Fischtreppen im deutschen Teil der Mosel. Wanderfische wie Aale oder Lachse können jetzt problemlos vom Rhein flussaufwärts in die Mosel gelangen.

 

Die Fischwechselanlage ist ein erster Schritt, um die Durchgängigkeit der Bundeswasserstraßen für Fische wieder herzustellen. Beim Bau von Wasserkraft- und Schleusenanlagen waren in der Vergangenheit die Bedürfnisse der Flussfauna nachrangig. Für Fische sind die Wanderungen zu ihren Laichplätzen flussaufwärts jedoch lebensnotwendig, so dass die neue Fischtreppe einen wesentlichen Beitrag zum Artenschutz darstellt. Auch fordert die europäische Wasserrahmenrichtlinie die Wiederherstellung der Durchgängigkeit von Fließgewässern.

 

Die Mosel spielt eine besondere Rolle, da sie und ihre Nebengewässer im Einzugsgebiet des Rheins die größten Laich- und Jungfischhabitate aufweisen. In den Jahren 1958 bis 1964 war der Fluss zu einer Schifffahrtsstraße mit 14 Staustufen ausgebaut und

damit wandernden Fischen versperrt worden.

 

Das Bundesverkehrsministerium finanziert die Fischtreppen an der Mosel als naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen für den aktuellen Ausbau der Mosel-Staustufen um zweite Schleusenkammern. 5,3 Millionen Euro hat allein die Erneuerung des Fischpasses Koblenz gekostet, der mit seinen 39 Becken eine Höhendifferenz von 6,5 Metern überwindet.

 

Bei der Anlage handelt es sich um eine der modernsten und aufwändigsten bundesweit: Sie ist mit einer Überwachungskamera ausgestattet, die auf- und abwanderungswillige Fische aufzeichnet. In einer Fang- und Zählanlage können Fische vorübergehend unter

wissenschaftliche Beobachtung gestellt werden. Außerdem wurde in den Fischpass eine Turbine eingebaut, die den Strom für das Besucherzentrum "Mosellum" produziert.

 

Im Besucherzentrum kann man hautnah erleben, wie Gewässerökologie, Schifffahrt und Wasserkraft zusammenhängen. Auf mehreren Etagen

machen interaktive Ausstellungselemente die Mosel, ihre Landschaft und die Fischwelt lebendig. Durch drei Fenster im Untergeschoss blicken die Besucher direkt in den Fischpass hinein und können mit etwas Glück die Fische beim Durchqueren der Fischtreppe beobachten.

 

Das energieautarke und hochwasserangepasste Gebäude ist mit seinem geschwungenen Dach und der an Fischschuppen erinnernden Fassade ein attraktiver Blickfang. 2,4 Millionen Euro hat das Land in den Bau investiert.

 

Quelle: Presseerklärung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz vom 29.9.2011

 

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Taken on September 29, 2011