Funk Frohnau
Fernmeldeturm Frohnau

Der Fernmeldeturm in Frohnau ist 358 Meter hoch und damit nur 10 Meter kürzer als der Fernsehturm am Alexanderplatz. Berlins zweitgrößtes Bauwerk, und eines der höchsten Bauwerke Deutschlands, ragt seit knapp 30 Jahren mitten im Frohnauer Forst in den Himmel.
Der Ende der 1970er Jahre errichtete Turm ist ein Relikt des Kalten Krieges. Per Richtfunk und abhörsicher sollte die isolierte Bevölkerung West-Berlins über seine Anlagen mit dem restlichen Bundesgebiet telefonieren können. Im Zeitalter von Lichtleitertechnik und Glasfaserkabel soll der Riese nun fallen.
Ausschlaggebend für die Entscheidung zum Abriss dürften die hohen Unterhaltungskosten für den Turm sein. So fallen nach früheren Unternehmensangaben für die Instandhaltung der Stahlkonstruktion jährlich etwa 50 000 Euro an. Angesichts dessen sieht man auch beim Bezirk Reinickendorf keine Verwendungsmöglichkeiten für das Bauwerk.

Die Sprengung der 920 Tonnen schweren Stahlkonstruktion dürfte zu einem Spektakel werden. Zündladungen sollen den Turm am Boden sowie in 90 Metern Höhe knicken. Während das untere Stück in die eine Richtung fällt, soll der obere Teil – ähnlich wie bei einem Zollstock – genau in die andere fallen. Der Zwillingsturm in Gartow, der ebenfalls verschrottet werden soll, darf wegen des günstigeren Standortes in einem Stück kippen.

Am 08.02.2009, kurz nach 13 Uhr, ist der Turm gesprengt worden.

www.richtfunkmast-frohnau.de/index.htm
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