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Parsifal in the North | by h.koppdelaney
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Parsifal in the North

Parsifal in the North

 

HKD

 

Was alle Sucher interessiert:

Wo finde ich Gott? Wo finde ich Erlösung?

 

Auf der Suche nach den höheren Mächten treibt es den Pilger in den höchsten Norden und in den tiefsten Süden. Alle Emotionen werden ausgelotet, heiße und kalte, Nähe und Distanz. Differenzierung, Einteilung, Analyse. Denken. Das wird metaphorisch mit „Norden“ ausgedrückt. Im Süden dagegen herrscht die Hitze und mit ihr leidenschaftliche Emotion. Was treibt mich in den Norden? Was in den Süden?

Es werden sich zwei große Blöcke bilden, aus denen die Menschheit besteht, aber das Augenmerk liegt auf Menschheit und nicht auf der Trennung in Ost und West oder Süd und Nord. Mit welchen Begriffen die Blöcke belegt werden ist irrelevant, es wird immer eine Spiegelung der kosmischen Kräfte sein, die „Yin und Yang“ genannt werden können oder ebenso als „elektromagnetisches Feld“ mit negativem oder positivem Vorzeichen. Ein Magnetfeld ordnet Materie. Das Unsichtbare bestimmt das Sichtbare. Es gibt die Richtung vor.

Unsichtbare Motivationskräfte aus dem Unbewussten wirken auf die Handlungen des Egos. Schicksal kommt aus dem tiefsten Inneren. Und dieses Innere wird als der unbewusste Teil des Menschen gesehen. Dem persönlichen Unbewussten ist das kollektive Unbewusste weitere Vertiefung der Suche nach der Quelle, dem Schöpfer.

Schicksalskräfte binden dich an Personen oder Situationen. Du kannst alles bedenken, doch sobald Amor dich verliebt macht, tanzt du nach der Melodie der Lustgöttin. Freia, Venus, Aphrodite, zahlreich sind die Bezeichnungen für die menschliche Erfahrung einer unwiderstehlichen Anziehungskraft. Diese Kräfte ziehen dich in den „Süden“. Apollo zieht in den „Norden“.

Schicksalhafte Beziehungen werden von den Göttern gestiftet und das geschieht über die Motivationskräfte. Um mir die energetischen Verhältnisse in mir bewusst zu machen, habe ich mir die zehn wichtigsten Gottheiten zum Vorbild genommen, um zu erkennen, wann ich mich von welcher Energieform motiviert fühle.

Zeus steht für mich für die typische Herrscherenergie. Hermes repräsentiert die Energie des Wandels, der Reisen und des Handels. Aphrodite die Kraft der Anziehung und des Eros. Und da ist der griechische Gott Ares, der ebenso als Raufbold bekannt ist, wie auch dafür, dass er kämpferische Leidenschaft entfacht wie sein römisches Pendant: Der Kriegsgott Mars.

Zeus mag man für eine Gottheit halten, die da draußen irgendwo im Kosmos schwebt, doch bei der Bezeichnung als Motivationskraft A1 oder A2 usw. ist von meiner Seite deutlich intendiert, sie in sich selbst zu verstehen und schließlich in Aktion zu erkennen. Für mich ist deutlich, dass es sich bei den „Göttern“ um gleichwertige Motivationskräfte im eigenen Inneren handelt.

Doch wer ist der Meister dieser Kräfte, die das Ego als überwältigend und damit autonom erfährt? Bist du der Meister? Oder hast du bereits alle Versuche aufgegeben, die Götter in dir unter Kontrolle bringen zu wollen? Bist du kooperativ? Kennst du die Götter und kommunizierst du mit ihnen über Gebete oder Rituale?

Ich erachte es als wichtig und bedeutungsvoll, dies zu tun. 10 Götter bestimmen dein Handeln und es kann in dir eine Bewusstheit darüber entstehen, wer diese sind und welche Gefühle sie in dir hervorrufen. Diese Kräfte sind unter anderem dafür verantwortlich, dass sich Blöcke bilden, bei den Göttern beispielsweise die Götter der Ober- und der Unterwelt. Doch erscheint es mir angebracht, alle Kräfte einer einzigen Quelle entspringen zu lassen und diese liegt in dir.

Diese Sichtweise macht dich zum Schöpfer deiner eigenen Welt, sie macht dich zum Q (Star-Trek – Gottheit, die mit sich selbst spielt… alle Spielkameraden sind ebenfalls Q). Q ist sich dieses Umstandes bewusst. Der menschliche Ego-Bewusstseinszustand dagegen ist sehr beschränkt, er hat vergessen, dass alle Menschen Brüder sind und sieht überall Feinde. Als Kind fühlte ich mich umgeben von Feinden. Ich glaubte, wenn ich erwachsen wäre, könne ich endlich frei sein. Doch die dunklen Schicksalskräfte woben Netze, in denen ich mich verstrickte. Sie erschufen eine Umgebung, die ich als Gefängnis wahrnehmen musste.

Nach den dunklen Jahren aber dämmerte ein neuer Morgen, die Nacht wurde zum Tag. Der Mond war lange Jahre mein Begleiter, jetzt ist es die Sonne. Sonne – Mond, Tag und Nacht, optimistisch oder pessimistisch, stets bilden sich Gegensatzpaare und schließlich werden sie mit dem abstrakten Begriff von Yin und Yang bezeichnet.

Ost und West sind in meinen Augen ebenfalls gleichwertige Kräfte. Auch Ordnung und Chaos. Das eine wandelt sich zum anderen, der Wandel ist das entscheidende Element. Sobald sich das Bewusstsein auf den Wandel einlassen kann, geschieht das Wunder des inneren Friedens. Bist du zufrieden, wenn Yin herrscht oder wartest du sehnsüchtig auf Yang? Sehnsucht, Ungeduld, all die kindlichen Gefühle des Drängens nach Befriedigung erzeugen Feindschaft und Konflikte. Wettbewerb und Verdrängung, Sieg und Niederlage lassen sich nur spielen, wenn Q vergisst, dass die anderen auch Q sind. Es lebe das Ego! Es lebe die Illusion!!

Wie gut, dass es die Motivationskräfte gibt, die mich die Illusion als intensive Wirklichkeit erfahren lassen.

Ohne Götter kein lebendiges Zuhause in das Parsifal zurückkehren kann… ;-)))

 

Die Antwort auf die oben gestellte Frage: "Wo finde ich Gott?" möchte ich nicht im Raum stehen lassen: "IN DIR!".

 

HKD

 

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Taken on February 5, 2011