Trecker nach Hannover
Rund 20 Museumsleute aus dem Wendland besuchten an 16. Juni 2019 die aktuelle Sonderausstellung im Historischen Museum Hannover.

Die Ausstellung erinnert noch bis zum 28. Juli 2019 an den legendären Protest-Treck vor 40 Jahren: Am 25. März 1979 – machte sich im Wendland ein Konvoi von rund 350 Treckern unter dem Motto „Albrecht, wir kommen!“ auf den Weg in die niedersächsische Landeshauptstadt. Zwei Jahre zuvor hatte der damalige Ministerpräsident Ernst Albrecht das bis dato kaum bekannte Elbdorf Gorleben zum Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ) erklärt – und stieß auf unerwarteten Widerstand. Mobilisiert durch die teilweise Kernschmelze im Atomkraftwerk bei Harrisburg am 28. März schlossen sich zahlreiche Menschen dem Treck nach Hannover an. Als der Protestzug am 31. März in Hannover ankam, war er auf über 500 Traktoren angewachsen und wurde von rund 100.000 Menschen empfangen - bis dahin die größte Anti-Atom-Demonstration in Deutschland. Auf ihrer Kundgebung forderten die Lüchow-Dannenberger Landwirte den Ministerpräsidenten auf, die Pläne für das NEZ im Wendland aufzugeben. Der öffentliche Druck zeigte Wirkung: Eine Woche später erklärte Albrecht die WAA im Wendland für „politisch nicht durchsetzbar“.

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