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Schloss Schönfeld bei Großenhain | by Christoph Bieberstein
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Schloss Schönfeld bei Großenhain

Das Dorf Schönfeld, ca. 10 km östlich Großenhains an der Autobahn gelegen beherbergt eine der außergewöhnlichsten Schlossanlagen Sachsens. Der Ort selbst wurde zuerst 1216 erwähnt, als hier bereits eine Wasserburg existierte. Sie diente dem Schutz der "Hohen Straße" auf ihrem Teilstück zwischen Leipzig und Görlitz. Nachdem die namensgebende Adelsfamilie von Schönfeld erloschen war, übernahmen nach 1421 verschiedene Familien die beiden hiesigen Herrschaften. Man unterschied nämlich Schönfeld "Alten Theils" und "Neuen Theils". Ab 1465 waren beide Teile im Besitz der Familie Herren von Sahla, welche 1560-90 zwei Schlossbauten im Stil der sächsischen Renaissance errichten ließen. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der ehemals vollständig das Schlossareal umfassende Wassergraben teilweise zugeschüttet. Außerdem wurden drei Türme und verschiedene Zugbrücken abgerissen.

 

Für die heutige Gestalt des Schlosses war das Jahr 1882 schließlich bedeutend, da einer der damals reichsten Männer Sachsens den Gesamtkomplex seinem Sohn als Hochzeitsgeschenk übergab. Es handelte sich um den Besitzer der Freitaler Steinkohlezechen Arthur Freiherr Dathe von Burgk, der seinen Sohn Maximilian mit dem Schönfelder Schloss bedachte. 1882-84 erfolgte darauf hin eine umfassende Umgestaltung im Stil der Neorenaissance, wofür der Zwickauer Architekt Gotthilf Ludwig Möckel verantwortlich war. Er verlieh dem vorgefundenen Schlossensembe ein übersteigertes Renaissancegepräge mitsamt zusätzlich eingebrachten historisierenden Giebelformen und Portalen.

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Uploaded on February 17, 2019