2016 01 09 Wiggertal
Let’s go on – Spur 1 Livesteam Saisonstart im Wiggertal, 9.1.16

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – sagt ein Sprichwort.

So auch wieder das traditionelle GTG im Wiggertal vom Samstag, dem 9. Januar 2016 als Saisonstart für alle Interessierten G1MRA Livesteamer. Schon länger war der Termin eingetragen und die Vorfreude gross. Das Wetter kündigte sich mit den feucht-kühlen Prognosen auch geradezu als ideal an. Durch das erfahrungsgemäss grosse Interesse wurde diesmal das Zeitfenster ab 11 Uhr freigegeben – und es sollte gelingen. Allerdings standen schon zahlreiche, mehrheitlich bekannte Autos vor und beim Lokal.

Denn als der Schreibende ca. 11.20 eintraf, standen zwar die ersten Lokomotiven im Depot bereit – aber es wurde noch gemütlich vorbereitet. Die Mausefalle war noch geschlossen – heisst, die Hebebrücke beim Eingang war noch oben und so kein Fahrbetrieb möglich.

Das bot gute Gelegenheiten, unabgelenkt die bereits Anwesenden zu begrüssen und die neuesten Aktualitäten zu erfahren. Erfreulich festzustellen, dass alle Anwesenden das Jahr gut angefangen hatten.

Inzwischen zischten die ersten Sicherheitsventile und „Fat controller“ Edi holte die zuerst benötigten Züge aus dem Untergrund. Hier darf gerne erwähnt werden, das zwar Basel den Fahrreigen eröffnete – allerdings nicht Hugo sondern Peter mit seiner australischen 3301….ein Umbau aus einer Bowande Pennsy G5.

Weiter tröpfelten immer wieder bekannte Gesichter und Kollegen ins Lokal – die meisten mit ihren verräterischen Lokiköfferli’s. Persönlich wusste ich von einer meinerseits bisher noch nie gesehenen Gotthardbahn Maffei C 4/5. Das Projekt wurde von Silvio Gohl mit einigen Helfern für Pläne und Dokumentationen mit Michael Wyrwich (WYKO) realisiert. Selbst in der Wiggertaler Gruppe soll es eine geben. Es war aber eine Freude, dass Silvio seine 2807 mitgebracht, in Betrieb genommen und einen bunten (etwas zu modernen) Güterzug über die Runden gezogen hat. Das Modell wurde rege bestaunt und interessiert auch von ganz nahe betrachtet. Silvio genoss sichtlich sein gelungenes Werk und teilte die Freude mit allen Sympathisanten. Aufgrund der Aktualität ist bei den Bildern unweigerlich ein leichtes Uebergewicht dieser schönen Lok auszumachen. Als Gegenstück brachte Hugo H. sein persönliches Weihnachtsgeschenk – die schon vor Jahren bestellte apfelgrüne A1 „Peppercorn-Class“ (Accucraft) mit. Konkret ist das Vorbild die vor wenigen Jahren von Grund auf neu erbauten „Tornado“ 60163. Endlich war es nun soweit und auch Hugo sichtlich erfreut über den Neuzugang.

Die Züge rollten pausenlos, bis Bruno – die gute Seele der Dampfgruppe und Edi die angekündigte Verpflegung Gerstensuppe als servierbereit meldete. Es sammelte sich eine Gruppe gerade nicht fahrender Kollegen und liessen sich gerne einen Teller füllen – und einen passenden Tropfen eingiessen. Sichtlich mit Genuss und bereits wieder in Diskussionen vertieft, wurde die warme Verpflegung gerne angenommen. Die einen hatten sich bereits am Morgen am Kaffeetisch platziert – für sie galt es nun, sich in Richtung Partybank zu verlagern.

Jeder sollte sich möglichst frühzeitig einschreiben, wann und mit welchem Zug er fahren möchte. So gab es eine natürlich Rotation der aktiven Fahrer und der aktiven Kontaktpflege an der Streck oder den beiden Tischen. Persönlich erwähnenswert ist der nachmittägliche Besuch von Jüre der Berner Dampfgruppe – er brachte nicht nur seine immer träfen Sprüche mit – auch Miniaturen für eine Asterlok wie er es erklärte. So habe er für seine ASTER LION einen Kohlekessel gebaut, womit sich die Wasserversorgung noch heikler erweist. Es wäre nicht Jüre, wenn er nicht eine Fahrpumpe die er ab dem Kreuzkopf antreibt und eine rund um die Hälfte geschrumpfte Handpumpe für den Tender in Präzision baut. Die wahre Begeisterung stand jedem handwerklich aktiv tätigen Livesteam-Freund ins Gesicht geschrieben.

Gegen 17 Uhr wurden Weissweinflaschen und Apérogebäck plaziert und bald

alle Anwesenden zum Apéro gerufen. In einer Ultrakurzrede drückt HPW seine Freude aus über das zahlreiche Erscheinen und die gemeinschaftlichen Erlebnissen hier und in der G1MRA. Seine besten Wünsche für viele weitere, schöne Livesteam-Erlebnisse schlossen die Rede ab und so wurde eifrig angestossen. Der etwas später erfolgte Wechsel in den Lerchenhof für das Nachtessen erfolgte gewohnt und routiniert. Die traditionelle Ansprache von Charles und Informationen aus dem grossen Verein, fanden dann kurz nach dem Essen statt. Den Hinweis auf das G1MRA-Jubiläum 2017 und eine mögliche Reise um diese Feierlichkeiten wurden mit Interesse aufgenommen.

So bleibt hier nur, den Gastgebern der Wiggertaler Dampfgruppe um HPW, Edi, Bruno und Markus ein herzliches Dankeschön auszusprechen, verbunden mit der Vorfreude auf viele gemeinsame, schöne Dampferlebnisse im 2016.

Erik, 11.1.16
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