2016 04 22 Longjumeau
Longjumeau (Paris) 22. – 24. April 2016

Bereits zum Dritten Mal – diesmal zu Sechst – machten wir uns per TGV auf den Weg. Die 3 Stunden Fahrt nach Paris bei maximal 320 km/h vergingen wie im Flug, sodass wir grad vor Mittag das wunderschöne Restaurant „Train Bleu“ im Gare de Lyon betraten. Wunderschön wegen der Deckenmalereien von 1901, aber auch, weil das typisch französische Essen an stilvoll gedeckten Tischen serviert wird. Zufrieden und wohlgesättigt machten wir uns am Nachmittag auf eine Pariser Tour, wo wir einen Rattenfänger, schöne Plätzchen, viele Leute, aber auch mehrere Eisenbahnläden bestaunten.

Abends dann im bekannten Hotel in Epiney sur Orge südlich Paris wurden wir bereits von Françoise und Chris L., später auch von Jacques C. herzlich empfangen. Beim gemeinsamen Nachtessen wurden die wichtigsten Neuigkeiten ausgetauscht.

Am Samstag in der Mehrzweckhalle in Longjumeau trafen wir auf viele Bekannte und Freunde. Wir dampften nach Herzenslust und auch Hugo, der keine eigene Lok mitgebracht hatte, durfte zwei Loks von Jacques C. fahren (mit schriftlicher Anleitung!). Für uns standen wiederum die bekannte Anlage von Enguerrand (ehemals Chris L., ehemals East Anglia Portable Track) sowie zwei grössere, doppelspurige der Longjumeau Gruppe zur Verfügung. Vincent hingegen bevorzugte die nierenförmige Anlage der Gartenbahner, wo er sich sichtlich wohl fühlte.

Ein Grossteil der Französischen G1MRA Mitglieder waren über die zwei Tage anwesend, was wiederum zu diversen freundschaftlichen Begegnungen und Fachgesprächen führte. Und Werner J. hatte einmal mehr viele Bewunderer um seine Turbinenlok „ Dampfsprinter“ versammelt. Der Schreibende zeigte seine Kohle Heizkünste an seiner Aster 140C – was Jung und Alt begeisterte. Eric genoss die Runden mit seiner neuen BR 64 von M.A.M. und die Aster Eb 3/5 von Markus H. zog den 12-teiligen Erzzug mit Elan.

Am Samstagabend im nahen chinesisch- japanisch- thailändischen Restaurant genossen wir die exotischen Speisen im Kreise von über 30 Französischen Kollegen. In Rahmen meiner obligaten Dankesrede verteilten wir Schweizer die mitgebrachten Schoggipackungen und Schöggeli, was grosse Freude auslöste.

Zwischen den Fahrten begutachten wir auch am Sonntag die angebotenen Eisenbahnprodukte … und einiges fand dann den Weg in die Schweiz. Besonders die Prototypen der französischen Schnellzugwägen (Voitures SNCF Nord Rapide „ Torpilles“ =Torpedo) mit den schön detaillierten, gut gefederten Drehgestellen von Enguerrand und Fabrice fanden unsere Bewunderung. Die beiden versprachen uns einen farblich gespritzten Wagen zum Bahndammfest mitzubringen. Zudem freuten wir uns an diversen Modellen skurriler, dampfbetriebener Fahr- und Standmodelle, Traktoren und Pumpen.

Unter dem Versprechen im nächsten Jahr sicher wieder zu kommen verabschiedeten wir uns am Sonntagnachmittag von der ganzen Crew … und der TGV fuhr uns wieder pünktlich zurück in die heile Schweiz!
Charles S.

*) Legende: JC=Jacques C; CS=Charles S; MH=Markus H
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