2016 07 02 15. EiWi Bahndammfest
EiWi-Bahndammfest am 2.und 3. Juli 2016
Am frühen Morgen schon waren die Club-Mitglieder mit Eifer dabei, das Festgelände in Witterwil, in der Nähe von Basel, herzurichten. Es sollte ein besonderer Höhepunkt im Clubjahr werden und zwar mit der feierlichen Einweihung der Abstellanlage (Zug-Safe Sesam). Eine gewisse Nervosität war spürbar und die bereitstehenden Sektgläser vermittelten angenehme Feierlichkeit.
Gäste aus der ganzen Schweiz, aber auch aus dem nahen und ferneren Ausland trafen ein. Die meisten mit wenigen, andere mit sehr vielen Kisten und Verpackungen, deren Inhalt die Herzen aller zum hüpfen brachten. Man hörte viel von der europäischen Sprachenvielfalt, sah herzliche Begrüssungen und das Einschreiben in die Fahrerlisten verbreitete etwas Spannung. Man fühlte sich wohl unter Gleichgesinnten, spähte umher, und freute sich ungemein auf die nächsten schönen Stunden.
Punkt 10:00 Uhr, mit Bahngeläute, gings los. Die Gäste wurden in den schmalen Raum gebeten und standen vor einem verriegelten Schrank mit drei Rolltüren, neun Meter lang, der offenbar das grosse Geheimnis verbarg. Werni W. bat mit einleitenden Worten Christian S. das Verborgene zu lüften und somit den Schrank zu öffnen. Christian drehte den Schlüssel und die drei Rollläden fuhren automatisch miteinander hoch. Hervor kam ein Hebebühne mit vier Ebenen und je vier Gleisen. Somit können 16 lange Züge versorgt werden. Eine aufklappbare 2.3 m lange Brücke, auf der die vier Gleise in genialer Art zusammengeführt werden, ist die Verbindung nach draussen zu den Gleisen. Sinnvoll angewandte Elektronik und Motoren steuern, bewegen und sichern die Anlage. Ein grossartiges Bauwerk ist zur Benützung eingeweiht und freigegeben worden. Ein Bijou in technischer Ausführung und Eleganz. Die Erbauer der Anlage, Christian S., Werni W., Martin H. und René M., der die Elektronik erschaffen hat, wurden gebührend geehrt. Viel Dank ging an die Sponsoren und die stillen Beschicker des Sparschweins.
Mit dem Güpli in der Hand wurden wieder Gespräche aufgenommen. Loks wurden beheizt und Willi R. als Trackmaster waltete seines Amtes. Mit Umsicht gab er den Takt an, bremste zu Schnelle, wies die Wagen zu, stellte Weichen und hatte so den Betrieb im Griff. Über 40
Züge hat er im 45 Minuten-Tackt unfallfrei auf die vier Gleise geleitet.
Zu jedem Fest in Witterswil gehört eine ordentliche Festwirtschaft mit genügend Sitzgelegenheiten, gedeckt und offen unter den Bäumen in unmittelbarer Nähe der Geleise. Man konnte sich bei gutem Wein und feinen Speisen über unser Hobby, über Gott und die Welt unterhalten. Leider war die Temperatur etwas kühl, doch hat es nicht geregnet. Jedenfalls war die Stimmung hervorragend. Gelebte Kameradschaft ist eben schon etwas besonderes.
In und ausserhalb der Küche wurde fleissig am Apéro und Nachtessen gewerkt. Das Gulasch brutzelte über offenem Feuer seiner Vollendung entgegen, bis die Bahnhofglocke zum Essen rief. Mit vorzüglichem weissem Riesling „Bahndammwein“ und köstlichen Häppchen wurde das Nachtessen eröffnet. Das anschliessend ausgegebene Gulasch mit gemischtem Salat waren einsame Spitze. Der rote Bahndammwein war ebenfalls ein Volltreffer, seine Harmonie glich derjenigen des ganzen Tages.
Der kühle Abendwind sorgte leider etwas zu früh für Aufbruchstimmung, sodass sich die Gesellschaft zum grösseren Teil nach dem feudalen Nachtessen auflöste. So endete der erste Tag des Bahndammfestes nach vielen Höhepunkten bezüglich Kameradschaft, Live Steam und Festschmaus, unfallfrei und ganz einfach toll.
Ich darf im Namen aller G1MRA-Kollegen den Gastgebern Christian S., Werner M. und dem SMCC-EiWi-Helferteam herzlich für die bei Euch erlebte Gastfreundschaft, für Speis und Trank, sowie für die nette Aufnahme danken.
Zum Sonntagsbetrieb habe ich von „zumeist bestinformierten Quellen“ nur Gutes gehört. Es war wiederum ein gemütlicher Tag mit vielen tollen Besuchern, es wurde gedampft und internationale Kameradschaft gepflegt und vertieft. Das Wetter war freundlicher.
Dies war mein erstes Bahndammfest und ich schätze mich glücklich dabei gewesen zu sein. Danke.
Urs
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