2018 Longjumeau
Wochenende in Longjumeau (Paris) vom 23. - 25. März 2018
Einmal mehr - diesmal zu acht - reisten wir Schweizer G1MRA-Mitglieder am Freitag zu diesem mittlerweile traditionellen Treffen des EVC 45 (Essonne Vapeur Club 45) nach Paris: natürlich jeder mit seiner Lok, zum Teil sogar mit ganzen Zügen! Die einen kamen per Auto, die andern per TGV: Wir drei Zugfahrer kamen pünktlich vor Mittag im Gare de Lyon an, wo wir es uns im wunderschönen Restaurant Train Bleu gemütlich machten. Dieses grosse Restaurant im 1. Stock des Kopfbahnsteigs im Stil Fin de Siècle ist berühmt wegen der dekorativen Deckenmalereien von 1901, aber auch, weil das typisch französische, mehrgängige Essen an stilvoll gedeckten Tischen zu vernünftigen Preisen serviert wird. Wohlgesättigt machten wir uns am Nachmittag auf eine Pariser Tour, wo wir in der berühmten Galerie Lafayette dem Markus H. beratend beim Hemdenkauf beistanden, vom 7. Stock aus die Aussicht über Paris genossen und natürlich auch den Laden für Bahnliteratur La Vie du Rail besuchten. Am Abend dann im Hotel in Epiney-sur-Orge südlich von Paris trafen wir die Auto-Schweizer. Bald kam Jacques C., der uns in ein nahes Restaurant entführte, wo uns der Vorstand des EVC 45 mit Apéro begrüsste.
Am Samstag in der Mehrzweckhalle im nahen Longjumeau trafen wir auf viele Bekannte und Freunde: ein freudiges Wiedersehen! Wir dampften zwei Tage lang nach Herzenslust. Der EVC 45 umfasst nicht nur Spur 1- Dampfer wie uns sondern auch Schmalspur-Dampfer, ebenfalls auf der Spurweite 45mm. Deshalb waren in der Halle unterschiedliche, portable Anlagen aufgestellt, die diese Bedürfnisse abdecken. Zudem gab es wiederum diverse Stände an denen interessante, zum Teil stationäre Betriebsmodelle zu besichtigen waren.
Weit herum war das Gemecker und Gegacker der Haustiere zu hören, die auf einem Gartenbahn-Güterzüglein mitfahren durften: ein Gaudi! Kohle Feuern ist bei einigen französischen Kollegen sehr beliebt: Eindrücklich und am spezifischen Kohleduft erkennbar waren Enguerrands und Frédérics Loks sowie Loïcs rote englische Kohle Duchess auf dem Rollenprüfstand. Ich selber war sehr zufrieden wie gut meine Barrett Kohle Atlantic auf beiden Spur1-Anlagen herumflitzte. Speziell zu bewundern waren: Graham C. aus England mit seiner apfelgrünen LNER Mikado „Cock o‘ the North 2001“ sowie Werners selbst gebauter, blauer Amerikanerzug, Markus‘ und Hugos Doppeltraktion mit Schweizer Wagen, Erics schwere Aster 150x (ehemals DR BR 44) mit Militärzug, Yves‘ Castle mit seinem englischen chocolate-cream Schnellzug, Hans P‘s selbst gebautes Waldenburger Bahn Züglein und eine Spring A 3/5 der 600-er Serie. Vincents WYKO B ¾ machte sich ebenfalls gut vor dem Schweizer Zug. Fabrice hat vorwärts gemacht mit seinen selbst gebauten Schnellzugwägen (Voitures SNCF Nord Rapide Torpilles = Torpedo). Das Foto zeigt den Vergleich seines helleren Wagens rechts neben drei nach denselben Vorbildern aus der Werkstatt von Neil Rose. Sehr beliebt bei Kindern und Erwachsenen waren die beiden kleinen Züglein beim stationären Elektrovelo. Die Muskelkraft des Velofahrers produziert Strom, der die Züglein antreibt: je kräftiger getrampt wird, desto rascher fahren die Züglein. Bei einer Verschnaufpause draussen bei Sonnenschein konnte man zusehen wie die Kinder die Mitfahrt auf dem Dampfzug Le P’tit Train des Templiers hinter der Kohle gefeuerten Romulus genossen.
Diese beiden Tage in der Halle wurden nur unterbrochen durch die obligate Apéro/Sandwich-Mittagspause; und natürlich durch das grosse Diner im nahen chinesischen Restaurant La Tour de Jade, wo wir uns am reichhaltigen Selbstbedienungs-Buffet gütlich taten.
Am Sonntagabend brachte uns der TGV wieder heil zurück in die Schweiz. Alles in Allem wiederum ein interessantes, vielseitiges und gelungenes Wochenende bei unsern Bekannten und Freunden in
Frankreich. Unsern französischen G1MRA-Kollegen herzlichen Dank für die Einladung: Wir freuen uns auf Euren Gegenbesuch bei uns in der Schweiz. Und wir kommen im 2019 wieder!
Charles Fotos: Markus H., Charles
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