Prälat Mag. Theol. Raimund Schreier 25 Jahre Abt des Stiftes Wilten*) und 40 Jahre Priester
Am 21. Juni 1992 wurde Raimund Schreier zum Abt des Stiftes Wilten benediziert. Daher beging die Kommunität der Prämonstratenser-Chorherren des Stiftes nach alter Tradition an diesem Tag das Benediktionsfest mit einer Pontifikalmesse am Mittwoch, den 21. Juni um 18.00 Uhr in der Stiftskirche Wilten. Die Wiltener Sängerknaben sangen die „Missa solemnis“ von W. A. Mozart.

Nach der heiligen Messe, einen landesüblichen Empfang mit der Schützenkompanie Wilten und einem Ständchen der Stadtmusikkapelle Wilten hat der Abt alle anwesenden Gläubigen in den Kreuzgang des Stiftes zu einer abendlichen Agape eingeladen.

Viele Repräsentanten der Politik, an der Spitze Landtagspräsident DDr. Herwig Van Staa und Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer, der kirchlichen Kurie angeführt von Altbischof Dr. Alois Kothgasser und den General-Abt der Prämonstratenser-Chorherren DDr. Thomas Handgrätinger OPräm Generalabt der Prämonstratenser und viele Gläubige aus der Landeshauptstadt nahmen an dieser würdevollen Feier teil.


Zur Person
Raimund Schreier kam am 29. Dezember 1952 in Innsbruck zur Welt. Nach der Reifeprüfung am Akademischen Gymnasium in Innsbruck trat er 1971 in das Prämonstratenser-Chorherrenstift Wilten ein und studierte an der heimischen Alma Mater Theologie. Am 19. Mai 1977 empfing er aus der Hand von Bischof DDr. Paulus Rusch das Sakrament der Priesterweihe. Am 21. Juni 1992 wurde er von Bischof Dr. Reinhold Stecher zum Abt benediziert. Als 39-jähriger Chorherr trat er somit die Nachfolge des damals in den Ruhestand getretenen Abtes Alois Stöger an. Nach einer neuerlichen Abtwahl im Jahre 2004 wurde Raimund Schreier am 31. Mai 2016 nochmals für weitere neun Jahre zum Vater seiner Ordensgemeinschaft gewählt.

*) Das Stift Wilten
Die Gründungslegende von Stift Wilten geht auf den Riesen Haymon zurück. So berichtet die Sage, dass ein Riese namens Haymon, ein germanischer Einwanderer, nach einem Kampf mit dem einheimischen Riesen Tyrsus, den er dabei erschlagen hatte, zur Sühne ein Kloster erbaut habe (um 878).
Noch vor 1138 wurde auf Wunsch des Brixener Diözesanbischofs Reginbert ein Konvent von Weltpriestern von Prämonstratensern aus Rot an der Rot (heute Baden-Württemberg) abgelöst. Ihre Gemeinschaft wurde am 30. April 1138 von Papst Innozenz II. bestätigt. Diese Gründungsurkunde ist heute noch im Original im Stiftsarchiv erhalten und verwahrt.

So leben, beten und wirken nun seit mehr als 875 Jahren die Söhne des Heiligen Norbert von Xanten am Fuße des Bergisel.
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