Achter CareSlam in Berlin 09.09.2017
Die von Yvonne Falckner vor annhähernd zwei Jahren initiierte, politischen Veranstaltungsreihe wird mit dem achten CareSlam fortgesetzt. Auf der Bühne des Kulturhauses Alte Feuerwache in Berlin Friedrichshain treten auch diesmal Menschen aus der Pflege und verwandten Berufen auf, um über ihre persönliche Situation, aber auch die der Pflege insgesamt zu sprechen.
Beim CareSlam, der dem Poetry Slam abgelehnt, jedoch ohne Wettbewerbsgedanken abgehalten wird, haben die Teilnehmer rund zehn Minuten Zeit für ihren Vortrag. Den Abend eröffnet Beatrix Langenecker mit einem Slam über die ungeheuren Belastungen der Pflegearbeit und den Auswirkungen auf sie und ihre Familie.
Eckhard Pawlowski beschrieb emotional und einfühlsam die Gedankenwelt von Demenzkranken und wie sie ihre Umwelt im Krankenhaus wahrnehmen. Insbesondere vor dem Hintergrund irer traumatischen Erfahrungen im zweiten Weltkrieg. Rhavin Grobert von der Partei DIE PARTEI offenbart, dass sich auch diese nicht wirklich für die Pflege interessiert, obwohl sie natürlich sehr gut ist. Katharina Schur beschreibt ihre Liebe für die Pflege und warum sie aus dieser Liebe heraus die Pflege verlassen musste. Für die Musik sorgt diesmal wieder Elisabeth Schwarz mit einem neuen song, der auf dem CareSlam Premiere hat. Christina Vogler hält ein flammendes Plädoyer für eine generalistische Pflegeausbildung. Antonia Weber slammt über ihre Erfahrungen mit der Pflege von Obdachlosen und schwerst Drogenabhängigen und dem ungerechten Umgang mit diesen, auch durch anderes Pflege- und Ärtzepersonal. Den Abend beschließt Stefan Schulz mit einem Slam über die mobile, forensische Betreuung.
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