Erinnerung an die Opfer deutscher Kolonialherrschaft in Berlin 28.02.2015
Mit einer Demonstration erinnern mehrere hundert Menschen in Berlin an die Opfer deutscher Kolonialherrschaft in Afrika und deren Nachwirkungen bis heute. Dabei setzen sie sich für eine Umbenennung von Straßennamen, die bis heute an die Täter erinnern oder rassistische Klischees bedienen, ein. Darunter die Mohrenstraße in Berlin Mitte. Aber auch der Begriff "Rasse" solle aus dem Grundgesetz getilgt werden. Die Demonstration begann mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal für die Kolonialherrschaft und passierte sowohl die Mohrenstraße, wie auch das Auswärtige Amt. Endpunkt war der Lustgarten gegenüber des sich im Bau befindlichen Humboldt-Forums. Dieses sieht Kritik ausgesetzt, da dort auch die völkerkundlichen Sammlungen einziehen sollen, die bis heute Exponate, welche während der Kolonialzeit aus Afrika entwendet wurden, besitzen.
Während der Demonstration stellte ein Performance-Künstler das rassistische Klischee des Mohren dar.

Hundreds took the streets in Berlin at the annual march to remember the victims of German colonialism. In speeches and chants they called the German society and policy not to forget the responsibility for the crimes happened in the colonies.
50 photos · 125 views