Neunter CareSlam von Pflegenden in Berlin 01.02.2018
In Berlin Friedrichshain findet der neunte CareSlam im ausverkauften Kulturhaus Alte Feuerwache statt.
Die CareSlam-Reihe bietet seit 2015 Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Pflege die Möglichkeit frei vom Wettbewerbsgedanken aus ihrem Alltag unter den Bedingungen des Pflegenotstandes in Deutschland zu berichten.
Durch den Abend führt wieder Yvonne Falckner. Der Abend steht diesmal unter dem Eindruck der laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD und dem Sondierungsergebnis zum thema Pflege, welches bestenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein darstellen kann. Symbolisch für den Widerstand gegen eine Fortsetzung solch verfehlter Politik wird ein kranker Gartenzwerg auf die Bühne geschoben und die Leiterin der Einrichtung, Yvonne Falckner, kümmert sich um diesen. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hatte den Widerstand innerhalb der SPD gegen eine Neuauflage der Großen Koalition als "Zwergenaufstand" bezeichnet.
Den Beginn des Abends übernimmt Damaris Meyer mit ihrem CareSlam, bevor Bettina Spindler Hötger und Christel Spindler über die Not und Scham bettlägeriger oder im Rollstuhl sitzender Menschen sprechen und modische Lösungsmöglichkeiten vorstellen. Katharina Schur slammt über die Beweggründe für ihren Ausstieg aus der Pflege und weigert sich strikt auch für Yvonne Falckner in ihren ehemaligen Beruf zurückzukehren. Auch aus Liebe zu sich.
Florian Kotzur beeindruckt mit einem sehr tiefsinnigen CareSlam über die Situation der Pflege. Die musikalische Unterhaltung nahm "Mein Name ist Nase", der mit seinen Background-Sängerinnen rappte.
Prof. Dr. Barbara Weigl, Professorin für soziale Gerontologie stellt ihren Studiengang vor und warb für diese nebenberuflich mögliche Ausbildung. Annette Hengge stellt den "Zirkus Pflege" vor und preist das "artistische Können" der Pflegenden in der Bewältigung des kaum zu Bewältigenden im Alltag an.
Der CareSlam wurde von einem Team von SpiegelTV begleitet.
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