08.05.2014 Neonaziaufmarsch in Demmin

by michaeleulenbrink

Etwa 170 Neonazis versammelten sich am Donnerstagabend, am 69. Jahrestag der Befreiung, in Demmin, um den Toten des Massensuizides kurz vor Kriegsende mit einem Fackelzug zu gedenken. Etwa 400 Gegendemonstranten stellten sich ihnen entgegen. Die Polizei hatte Probleme, den Neonazis ihre Route zu ermöglichen - immer wieder wurden sie an Sitzblockaden von Gegendemonstranten vorbeigeleitet. Bei der Räumung einer Blockade kam es zu massiven Übergriffen durch Polizeibeamte, so musste ein Gegendemonstrant, der aufgrund der Fixierung und Schläge durch Polizeibeamten in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, in ein künstliches Koma versetzt werden. Eine Dolmetscherin wurde nicht zu der betroffenen, nicht-deutschsprachigen Person durchgelassen und somit die Anweisungen der Beamten dementsprechend gar nicht verstehen konnte. Zudem wurden während der Maßnahme immer wieder Journalisten daran gehindert, diese zu dokumentieren. Eine weitere Person wurde durch den Biss eines Polizeihundes am Arm verletzt und musste vor Ort behandelt werden.

Noch in dieser Nacht wurde die oben erwähnte Person wieder aus dem Koma aufgeweckt und sie konnte das Krankenhaus verlassen.

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