Berlin 24.02.2013
Etwa 30 Fans des Fußballvereins Tennis Borussia Berlin (TeBe) und Mitglieder der VVN-BdA gedachten heute Heinrich Stahl, dem ehemaligen Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Berlin.

Zeitpunkt und Ort waren bewusst gewählt worden, da an diesem Tag TeBe gegen den örtlichen Fußballverein von TSV Rudow 1888 spielen sollte. Dieser hatte in der Vergangenheit immer wieder Neonazis als Fans im Schlepptau und auch im Verein Aktive die durch rassistische Ausfälle oder der Nähe zur NPD aufgefallen sind.
Die Gedenktafel für Stahl wurde in den vergangen Jahren immer wieder Ziel von neonazistischen Angriffen.
Es wurden zwei Redebeiträge verlesen zur Vita von Heinrich Stahl, zur lokalen Neonaziszene und zur rechten Problematik beim TSV Rudow. Markant war der Satz: "Während in deutschen Wohnungen, deutsches Essen gegessen wird, werden wir hier über deutsche Zustände reden!".

Bis auf einen offensichtlich verwirrten Autofahrer, der was wirres rief gab es keine Störung. Die Polizei war mit etwa 40 Beamten vor Ort.

Die Fotos unterstehen dem Copyright und können in druckbarer, also hochauflösender Qualität erfragt werden.
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