03.08.2013 - Bad Nenndorf - ♥ to Block - Den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern!
Rund 2.000 Menschen haben am 03.08.2013 im niedersächsischen Bad Nenndorf einen Neonaziaufmarsch massiv behindert. Dabei blockierten mehrere hundert Menschen die Kreuzung vor dem sog. Wincklerbad, an dem die rund 280 Neonazis am Abend ihre Abschlusskundgebung halten wollten. Um den Neonazis die Kundgebung zu ermöglichen, wurde die Blockade durch die Polizei geräumt. Viele Gegendemonstranten mussten von der Polizei weggetragen werden, dabei kam es zu teilweise heftigen Übergriffen auf die Nazigegnern. Gebracht hat die Räumung dennoch nichts, denn am Ende lief den Neonazis die Zeit ab und mussten heimkehren, ohne wie geplant dem Wincklerbad überhaupt nähern zu können.

Mit einer großen Sitzblockade und zahlreicher Ankettaktionen, haben am 03. August 2013 rund 2.000 Menschen im niedersächsischen Bad Nenndorf gegen einen Aufmarsch von rund 280 Rechtsextremen demonstriert. Zunächst zogen die Menschen mit einer Demonstration quer durch die Kleinstadt des Landkreises Schaumburg. Nach Ende der offiziellen Kundgebung des Bündnisses ließen sich über 1.500 Menschen auf dem Platz vor dem Wincklerbad nieder und bildeten eine große Sitzblockade.

Bereits am Mittag hatten sich zwei Demonstranten an eine S-Bahn gekettet, um die Anreise der Neonazis zu verhindern. Erst nach zwei Stunden hatte die Polizei die beiden jungen Frauen, die in einem mit betongefüllten Müllbehälter angekettet waren, mit technischem Gerät von der S-Bahn getrennt. Bereits im vergangenen Jahr, hatten rund acht Personen an der selben Stelle sich mit Fahrradschlössern angekettet.

Durch diese zahlreichen Aktionen, konnte der sog. "Marsch der Ehre" der Neonazis nur mit großer Verspätung starten und mussten schon nach wenigen Metern, aufgrund der großen Sitzblockade vor dem Wincklerbad auch schon wieder stoppen. Dort zog die Polizei massiv auf und drohte immer wieder die Sitzblockade zu räumen.

Nachdem die Polizei die Blockierer mit Getränken versorgte, sah es zwischenzeitlich so aus, als würde sich die Situation entspannen. Dennoch entschied sich die Polizeiführung für die Räumung der Kreuzung, um den Rechtsextremisten die Abschlusskundgebung zu ermöglichen. Während sich ein Teil der Blockierern sich entspannt von der Polizei wegtragen ließ, eskalierte die Situation anderort. Hier ging die Polizei gegen die Sitzblockierern teils unverhältnismäßig hart vor. So wendeten die Polizeibeamten immer wieder die äußerst schmerzvollen "Reflexgriffe" an, um Sitzblockierern zum aufgeben zu zwingen.

Nach rund zwei Stunden hatte die Polizei die meisten Gegendemonstranten vom Platz am Wincklerbad weggetragen - aber eben nicht alle. Neun Blockierer hatten sich bis zuletzt angekettet und haben somit den geplanten Verlauf der Neonazi-Demo verhindert. Kurz nach 19.00 Uhr gaben die Neonazis entnervt auf und erklärten den sogenannten "Trauermarsch" für beendet.

Eigentlich wollten die Neonazis zum "Wincklerbad", um dort an die "gefallenden Kameraden" gedenken, die dort umgekommen sein sollen. In dem Gebäude, das heute von Arztpraxen genutzt wird, befand sich von 1945 bis 1947 ein britisches Verhörzentrum und Militärgefängnis für Nazis. Der sog. "Marsch der Ehre" fand in diesem Jahr zum achten Mal statt und sollte die seit 2005 verbotenen »Rudolf-Heß-Gedenkmärsche« im fränkischen Wunsiedel ersetzen.

Zu den Protesten aufgerufen hatte das bürgerliche Bündnis " Bad Nenndorf ist bunt" sowie das antirassistische und antifaschistische Bündnis "♥ to Block - Den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern!". Ziel beider Bündnisse war es, den Neonaziaufmarsch mit friedlichen Mitteln zu verhindern.

Die Gegenaktionen verliefen im Großen und Ganzen vollkommen friedlich. Die Polizei war insgesamt mit rund 1.800 Beamten aus Niedersachsen und anderen Bundesländern im Einsatz.

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Stand: April 2013

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