22.09.2012 - Hoyerswerda - Antira-Demo
Über 500 Menschen gedachten am 22.09.2012 im sächsischen Hoyerswerda an die rassistischen Pogrome vor 21 Jahren. Dabei kam es am Rande zu vereinzelten Zwischenfällen mit Neonazis. So versuchte in der Neustadt eine größere Gruppe von 40 bis 50 Neonazis die Gedenkdemonstration zu stören. Obwohl einzelne Neonazis wiederholt den "deutschen Gruß" zeigten, schritt die Polizei nicht ein. Später ließ der Polizeisprecher verlauten, dass vereinzelt Personalien festgestellt wurden.

Mit einer Demonstration ist am 22. September 2012 in Hoyerswerda an die Opfer der rassistischen Pogrome vor 21 Jahren erinnert worden. Unter dem Motto ", Keine Ruhe für Hoyerswerda! Gegen rassistische Zustände. - Für ein Denkmal und die Entschädigung der Betroffenen des Pogroms von 1991!" zogen die über 500 Demonstranten vom Bahnhof zum ehemaligen Wohnheim der Vertragsarbeiter in der Albert-Schweitzer-Straße in Hoyerswerda-Neustadt.

Während die Demonstration vollkommen friedlich und ohne Zwischenfälle verlief, kam es in der Neustadt aus einer Gruppe von 40-50 Neonazis zu Störaktionen. Zwar trennte die Polizei beide Gruppen von einander, trotzdem schritt die Polizei bei Straftaten der Rechtsextremisten nicht ein. So konnten einzelne Neonazis den "deutschen Gruß" zeigen, wie auch ungestraft mehrfach das volksverhetzende U-Bahn-Lied "Wir bauen eine U-Bahn von Hoyerswerda nach Auschwitz" singen.

An den Störaktionen beteiligten sich auch zahlreiche Anwohner des Stadtteils. So wurden die Teilnehmer der Gedenkdemonstration von den Balkons aus beschimpft und beleidigt. Etwas später erklärte ein Polizeisprecher, dass vereinzelt Personalien festgestellt wurden. Ob die Polizei gegen die Neonazis ermittelt, ist derzeit nicht bekannt.

Veranstaltet wurde die Demonstration von der antirassistischen Initiative "Pogrom 91" und der bundesweiten Kampagne "Rassismus tötet". Die Organisatoren wollen erreichen, dass die Opfer entschädigt und die Gewalttaten von damals als "Pogrom" anerkannt werden.

Bereits im Vorfeld fanden in zahlreiche Städte Videokundgebungen und öffentliche Filmvorführungen statt, um die Geschichte der Pogrome vor 21 Jahren als auch die heutigen Zustände in Hoyerswerda zu thematisieren.

Hintergrund:
Hoyerswerda war am 17. September 1991 der erste Ort in Deutschland, in dem nach der Wiedervereinigung die Gewalt gegen Ausländer eskaliert ist. Rechtsextreme griffen damals ein Asylbewerber- und ein Vertragsarbeiterheim an. Hunderte Bürger stachelten sie mit Beifall an. Für lange Zeit stand Hoyerswerda danach als Synonym für Rassismus und Ausländerhass.

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Stand: November 2010

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