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Köpfe | by mitue
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Köpfe

Käthe-Kollwitz-Preis 2007

 

Aus der Jurybegründung (von Michael Schoenholtz):

"... Die Bildhauerin Hede Bühl ist von einer stillen, dennoch kraftvollen Zurückgezogenheit bestimmt, ganz und gar unangepasst und sich den Moden verweigernd. Ihre Skulpturen zeigen Bekanntes, längst Erfahrenes, zumeist menschliche Körper und Köpfe. Individuell bedeutsame Attribute wie Extremitäten oder Details an den Köpfen bleiben aber unsichtbar oder sind weggelassen. Durch Bandagen werden die Formen aufs äußerste reduziert, ja geradezu versteckt. Doch scheint es viel zu kurz gesehen und gedacht, solches als Beleg für Gewaltakte zu identifizieren, die von außen kommen. Denn es ist keinerlei Abwehr, kein Aufbäumen zu bemerken. Es herrscht nur Stille...

Bei Hede Bühls Skulptur handelt es sich um das plastische Zentrum, das nach außen eine dermaßen starke Spannung, eine solche Dichte aufbaut, dass nicht die leiseste skulpturale Aktivität nach außen dringen kann. Da ist selbst das Gefühl nicht ganz abwegig, einem bildnerischen Schwarzen Loch gegenüberzustehen. Ein Zeichen also für höchste Konzentration, die das Setzen einer Grenze nach außen, gegen das Chaos, gegen Tohu und Bohu einschließt.

Dies ist eine in der zeitgenössischen Kunst selten anzutreffende künstlerische Position. Hede Bühl scheut sich dabei nicht, traditionelles bildhauerisches, auch außereuropäisches künstlerisches Vokabular in Anspruch zu nehmen ..."

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Uploaded on November 9, 2007