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Goethes Gartenhaus in Weimar

Goethes Gartenhaus in Weimar by Libär.
Im Volksmund wird der Park an der Ilm auch Goethepark genannt. Goethe wohnte von 1776 bis 1782 in einem Gartenhaus im Park. Mit diesem Besitz erwarb er gleichzeitig die Bürgerrechte von Weimar. Goethe hat dieses Häuschen bis an sein Lebensende behalten, obwohl er später das große Wohnhaus am Frauenplan geschenkt bekam. Das Gartenhaus war für ihn immer ein Zufluchtsort. Nach seiner Italienreise 1788 lernte er im Park Christiane Vulpius kennen und lieben. Das Gartenhaus machte er daraufhin zu einem geheimen Treffpunkt. In jüngeren Jahren trieben Goethe und Herzog Carl August viel Unsinn. Unter anderem haben sie nackt in der Ilm gebadet und die Weimarer erschreckt.
Vom Freund, dem Großherzog, wurde es Goethe als Wohn- und Arbeitststätte geschenkt und von 1776 bis 1782 von ihm bewohnt und auch später noch gern als Zufluchtsort aufgesucht. Durch die Abgeschiedenheit, die Schlichtheit des Hauses, die manche Entbehrung mit sich bringt, empfindet er: "wie wenig der Mensch bedarf und wie lieb es ihm wird, wenn er fühlt, wie sehr er das Wenige bedarf". Das Goethe-Gartenhaus wurde 1995/96 grundlegend renoviert und nur mit den ursprünglichen, nachweisbaren Einrichtungsgegenständen ausgestattet. Auch Fassadenfassung und Anstriche auf den Wandbespannungen im Innern entsprechen den für 1820 nachweisbaren Zustand. Zu besichtigen sind Küche und "Erdsälchen" im Erdgeschoß und im Obergeschoß Goethes Arbeits- und Schlafzimmer, sowie zwei weitere Räume. Eine Dokumentation zur Nutzungs- und Restaurierungsgeschichte ist auch zugänglich. Dem Garten nahe dem Stern galt Goethes große Liebe, er baute Gemüse, legte Blumenbeete an, pflanzte Bäume und Sträucher. Verschiedene Treppen und Ruheplätze schuf er und sorgte 1777 für den "Stein des guten Glücks". 1782 brachte er an einem Sitzplatz am Haus die Gedenktafel mit einer literarischen Inschrift für Charlotte von Stein an. Goethe schrieb unter das Bild seines Häuschens: 
"Übermütig sieht´s nicht aus, 
Hohes Dach und niedres Haus; 
Allen, die daselbst verkehrt, 
Ward ein guter Mut beschert. 
Schlanker Bäume grüner Flor, 
Selbstgepflanzter wuchs empor. 
Geistig ging zugleich alldort 
Schaffen, Hegen, Wachsen fort." 

Comments

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happycat  Pro User  says:

Sehr schön!
Warst du auch in Goethes Gartenhaus drin?
Die blühenden Pfeifensträucher schmeicheln dem Gartenhaus.
Posted 31 months ago. ( permalink )

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Renaud Camus  Pro User  says:

Bonjour, je suis un administrateur du groupe Demeures de l'esprit / Places of the Mind, et nous serions très heureux si vous vouliez bien ajouter votre photographie à notre groupe.

Hello, I am an administrator for the above mentionned group, devoted to artists, writers, composers end thinkers' houses, and we would be very happy if you were so kind as to add your beautiful photograph to the collection.
Posted 22 months ago. ( permalink )

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Uma ♥ஜღ resting my arms for a while ღஜ  Pro User  says:

Lovely shot- and a interesting story for practising my poor german.
Posted 18 months ago. ( permalink )

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