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Dresden: Protest gegen Nazis |
Rund 6000 Neonazis demonstrieren am
14.02.2009 durch die Dresdener
Innenstadt. Etwa 4000 Menschen
beteiligten sich an der
antifaschistischen Demonstration ‚No
pasarán' (sie werden nicht durchkommen).
Weitere 8500 Menschen nahmen an der
bürgerlichen Demonstration gegen Rechts
teil, diese fand unter dem Motto „Geh
Denken“ statt. Wasserwerfer,
Pferdestaffel, Hubschraubern und
Räumpanzern – rund 4300 Polizeikräften
aus 12 Bundesländern ermöglichten einen
reibungslosen Ablauf des größten
Neonazi-Aufmarsches der Bundesrepublik.
„Das Fatale an der Schlacht von Dresden
war, daß es zu keinerlei Schlacht kam.
Der gesammelte Nazipöbel von NPD bis
Kameradschafts-SA, marschierte einmal
mehr völlig ungehindert durch die
Straßen. Die Innenstadt wurde den Nazis
stundenlang überlassen. »Dresden macht
vor, wie man gegen Neonazis kämpfen
kann«, nennt das Wolfgang Tiefensee.(..)
4000 auf der Demonstration von »No
pasarán« – das ist ein satter
Mobilisierungserfolg der Antifa. Die
antifaschistischen Gegenaktivitäten
fielen dieses Jahr insgesamt stärker aus
als sonst – zahlenmäßig. Aber dieser
Mangel an Entschlossenheit! Diese
Bereitschaft, sich mit dem Setzen von
»Zeichen«, mit purer Symbolik
zufriedenzugeben, während man den
Faschisten kampflos die Innenstadt läßt.
Dresden zeigte 2009, wie man gegen Nazis
nicht kämpft. “ (Junge Welt vom
16.02.2009)
Die Polizei schirmte nicht nur
Naziroute ab. Polizeikräfte bemühten
sich darum eine Zusammenführung der „no
pasaran“-Demo und der „geh
denken“-Kundgebung zu verhindern. Gegen
Demonstranten der „no pasaran“-Demo die
versuchten zu der Kundgebung
durchzukommen setzten Polizeikräfte die
Schlagstöcken und Pfefferspray ein. Am
späten Nachmittag gingen Polizeikräfte
gegen linke Demonstranten vor die sich
schützend vor der Synagoge versammelt
hatten. Anschließend kam es zu
Ausschreitungen in der Dresdener
Neustadt. Dabei wurden zwei
Polizeifahrzeuge umgeworfen weitere
wurden u.a. durch Steinwürfe beschädigt.
Insgesamt nahm die Polizei 3 Menschen
fest , weitere 86 Menschen wurden in
polizeilichen Gewahrsam genommen.
Mehrere Menschen wurden zum Teil schwer
verletzt.
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