Bad Nenndorf: „Auf geht's in die nächste Runde - Bad Nenndorf eskalieren lassen!“
In Bad Nenndorf besetzten hunderte Nazi-Gegner die Bahngleise / Neonazi-Aufzug verzögerte sich um fast vier Stunden.

Bad Nenndorf - In Bad Nenndorf (Niedersachsen) verzögerten mehrere Blockaden einen jährlich stattfindenden Aufzug von Neonazis um fast vier Stunden. Damit folgten sie dem Aufruf „Auf geht’s in die nächste Runde - Bad Nenndorf eskalieren lassen!“ des Bündnisses „NS-Verherrlichung stoppen!“.

Mindestens acht Menschen ketteten sich am Vormittag mit Fahrradschlössern am Hals aneinander und verzögerten damit den Bahnverkehr für rund eine Stunde. Andere besetzten die Bahngleise und verhinderten somit, dass die Neonazis erst anreisen konnten.

Fussmarsch zum „Trauermarsch“
Den daraufhin eingerichteten Schienenersatzverkehr im nahegelegenen Ort Haste nahmen die Busfahrer nicht wahr, sodass die Neonazis gezwungen waren den rund 8 Kilometer weiten Weg in den niedersächsischen Kurort, Bad Nenndorf, zu Fuß anzutreten. Erst als sie Stunden später ankamen, konnten sie ihren selbsternannten „Marsch der Ehre“ antreten, der auch nur unter lautstarkem Protest abgehalten werden konnte.

Teilnehmerzahlen sinken stetig
Seit 2006 ziehen Neonazis jeden Sommer zum Bad Nenndorfer Wincklerbad. Die britische Armee richtete dort im Zweiten Weltkrieg ein Verhörzentrum für gefangende Nationalsozialisten ein. Im Jahr 2011 waren noch knapp 700 Neonazis nach Bad Nenndorf gekommen, 2010 waren es noch mehr als 1000. In diesem Jahr zählte die Polizei 461 Teilnehmer.

Ursprünglich wollten die Neonazis nach dem Aufmarsch ins 35 Kilometer entfernte Hannover, um dort am Abend eine Kundgebung abzuhalten. Aufgrund der massiven Proteste in Bad Nenndorf sagten sie diese dann aber ab.

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