Kanzel / pulpit St. Nikolaikirche
fotografiert am 3. Mai 2007 in Leipzig
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"Die Stadt- und Pfarrkirche St. Nikolai wurde ab 1165 nach der Verleihung des Stadt- und Marktrechtes an Leipzig im romanischen Stil erbaut. An der Westseite der Kirche ist der romanische Ursprung bis heute sichtbar. Im 15. und 16. Jahrhundert erfolgten Erweiterungen und der vollständige Umbau zur dreischiffigen spätgotischen Hallenkirche.
1452 erhält die Nikolaikirche ihre erste Glocke Osanna, reich verziert mit Darstellungen des Gekreuzigten und den vier Evangelisten, dem Hl. Martin und dem Schutzpatron dieser Kirche, dem Hl. Nikolaus. Praktischem Bürgersinn folgend, läutete diese Glocke nicht nur die Gottesdienste ein, sondern sie wurde auch als Feuerglocke genutzt; der Turm der Nikolaikirche war bis zum Jahre 1916 die Feuerwache der Stadt Leipzig[1].
Am 25. Mai 1539 wurde durch die Predigten der Reformatoren Justus Jonas der Ältere und Martin Luther die Reformation in Leipzig begonnen. Die Kirche wurde damit Sitz des ersten Superintendenten der Stadt Johann Pfeffinger.
Im Zuge der Aufklärung und Revolutionsarchitektur wurde der Innenraum der Kirche zwischen 1784 und 1797 nach dem Ideal der Urhütte (Bäume = Säulen, Blätterdach, usw.) umgestaltet. Darauf weist auch die Palmsäule vor der Kirche hin.
Die letzten großen baulichen Veränderungen erfolgten von 1901 bis 1902 an der Außenfassade. Das spätgotische Aussehen wurde beibehalten.
Die Montagsdemonstrationen, die gegen das DDR-Regime gerichtet waren, entwickelten sich aus den Montagsgebeten, die in der Nikolaikirche bereits Anfang der 1980er Jahre stattfanden und anfänglich nur von einigen wenigen Menschen besucht wurden. Ende der 1980er Jahre gingen allwöchentlich Zehntausende manchmal sogar über 100.000 Menschen während der Montagsdemonstrationen auf die Leipziger Straßen, um für Demokratie, freie Wahlen, Reisefreiheit und die Einheit Deutschlands zu demonstrieren. Auf dem Nikolaikirchhof vor der Kirche wurde 1999 nach Entwürfen des Leipziger Künstlers Andreas Stötzner die Nachbildung einer Dauthe‘schen Säule errichtet, die als Friedenssäule an die Montagsdemonstrationen und die Friedhaftigkeit der Revolution erinnern soll. Im Jahr 1995 drehte Frank Beyer einen nach der Kirche benannten Film, der die Geschehnisse des Jahres 1989 künstlerisch aufarbeitete.
Obwohl die Nikolaikirche allein der evangelischen Kirche gehört, wird das Kirchengebäude von beiden Konfessionen, also auch von der katholischen Propsteigemeinde zur Feier der sonntäglichen Messe und anderer Feiern genutzt.
Bis zum 30. März 2008 war Christian Führer Pastor der Nikolaikirche. Sein Nachfolger wird Bernhard Stief." Quelle und weitere Informationen: Wikipedia: Nikolaikirche (Leipzig)
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Weiterführende Links:
www.nikolaikirche-leipzig.de/

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Canadian Pacific (49 months ago | reply)
Nice church, Werner!