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Henning Wüst's photostream |
„Fotografie ist Kunst“ (meistens jedenfalls).
Was ist Kunst? Gute Frage. Ich persönlich verstehe Kunst als das Ergebnis eines kreativen Prozesses (des Erschaffens durch den Künstler). Die Umsetzung ist Handwerk. Auf die Fotografie übertragen bedeutet das für mich: Fotografie ist primär das Erkennen von schönen und guten Motiven und Kompositionen. Das „Einfangen“ ist dann der mehr der handwerkliche Teil.
Selbstverständlich benötigt man auch viele handwerkliche Fähigkeiten um gute Bilder produzieren zu können (manchmal hilft auch eine gute Ausstattung viel weiter). Aber nur handwerklich und technisch gut zu sein, ist nicht genug (und häufig sogar eher zuviel).
Ganz praktisch: Für mich besteht der kreative Prozess darin ein Motiv zu erkennen, bei dem ich irgendetwas empfinde. Dieses Motiv so in den Kasten zu bringen, dass der Betrachter der Aufnahme selbst auch etwas empfinden kann (was sich nicht unbedingt mit meinen eigenen Empfindungen decken muss) ist für mich Fotografie.
Daneben gibt es natürlich auch noch die rein dokumentarische Fotografie, die bestimmte Momente oder Ereignisse konservieren und festhalten will. Optimalerweise sollte aber auch hier der künstlerische Aspekt zum Ausdruck kommen. Nichts ist schlimmer, als ein sauber dokumentierendes, aber letztlich nichtssagendes Foto in einer Reportage. Nur bei echten Schnappschüssen, die überhaupt keine Zeit zum gründlichen Erfassen des gefundenen Motives zulassen, sollte man nicht ganz so streng sein. Weder der Betrachter, noch der Fotograf selbst. Eine andere Ausnahme sind natürlich auch echte Passfotos. Hier ist der Kreativität durch die neuen Vorschriften zum Aussehen der Fotos ja kategorisch Einhalt geboten.
Im Zuge des künstlerischen Prozesses gibt es für mich keine starren Regeln. Was im Auge des Betrachters Empfindungen freisetzen kann, ist gut.
Schon in früher Jugend begeisterte mich die Fotografie. Mein Vater „schleppte“ in der wenigen Freizeit oft seine Spiegelreflex nebst schwerer Kameratasche mit verschiedenen Objektiven herum und bannte die Realität auf 35-mm Diafilm. Ihm ging es damals mehr ums Dokumentieren und die Familie musste sich immer wieder langen Diaabenden aussetzen. Manche Fotos waren einfach begeisternd. Oft gab es aber auch lange Diastrecken, die einfach nur ermüdend waren.
Leider war Vaters Fotoausrüstung eine „heilige Kuh“, die nur betrachtet, aber nicht benutzt werden durfte. Zum 10. Geburtstag bekam ich dann eine eigene Kleinbildkamera. Das lud zum Experimentieren ein, wenn nur die Filme und die Entwicklung nicht so teuer gewesen wären. Leider habe ich aus dieser Zeit nur noch sehr wenige Negative und Abzüge, da diese bei diversen Umzügen nach und nach verschwunden sind.
Auf die frühe Fotografiezeit folgte eine Umorientierung im kreativen Bereich und ich schlug eine Karriere als Musiker ein.1982 begann ich mit Gitarrenunterricht und spielte von 1984 bis 1992 als Bassist in verschiedenen Rockbands. Unter dem recht lauten Musikerdasein in Probekellern und bei Auftritten haben leider meine Ohren ziemlich gelitten. Daher musste ich mich von der Rockmusik gezwungenermassen wieder verabschieden.
1993 hielten dann die ersten Apple Macintoshs - ein Powerbook 100 und ein Performa 475 - im Haushalt Einzug. Damit kam auch die Begeisterung für die Fotografie wieder. Diesmal allerdings für die Digitalfotografie. 1994 erschien die erste Quicktake-Kamera von Apple. Damals mit beachtlichen 640 x 480 Pixeln Auflösung. Ganze 8 Bilder in voller Auflösung und 32 in 320 x 240 fasste der interne Speicher. Die Datenübertragung über die serielle Schnittstelle dauerte eine halbe Ewigkeit. Von der Bildqualität wollen wir erst gar nicht anfangen. Aber mit Photoshop (damals in der Version 3 wenn ich mich recht entsinne) wurde gewerkelt und bearbeitet. Bilder aus dieser Zeit erspare ich Ihnen hier. Damals packte mich der Virus der Digitalfotografie. Es folgten verschiedene Kameras und Phasen.
Von 1997 bis 2007 ging ich einer ziemlich zeit- und kräfteraubenden beruflichen Tätigkeit nach. Darunter hat die Zeit für meine zweite Leidenschaft leider etwas gelitten. Seit dem Jahr 2007 widme ich mich in der freien Zeit wieder voll der Digitalfotografie. Und es macht wahnsinnig viel Freude. Hinzu kommt, dass meine Ehefrau eine echte Photoshop-Spezialistin ist (-> siehe z. B. www.mahlemiuts.com). Damit haben wir alle digitalen Produktionsstufen "im Haus".
Übrigens: Wenn Sie ein persönliches Shooting buchen wollen oder eine spannende und interessante Reportage benötigen, oder ein bestimmtes Ereignis dokumentieren wollen oder spezielle Motive aus Lappland suchen fragen Sie bitte einfach an: wuest [at] lapplandblog.eu
Wer sich für die Technik interessiert: Heute fristen u.a. eine Nikon D1X, D40X, D40 mit diversen Objektiven (u.a. Nikkor 18-55, Nikkor 55-200, Sigma 70-210 APO, Sigma 28-105, Nikkor 18-135 und Tamron 18-250 („als immer drauf Objektiv“)) bei mir ihr Dasein. Als kompakte Digiknipsen kommen eine Canon Ixus 950, eine Nikon L12, eine Casio Exilim V7, eine Pentax Optio WP und eine Canon Powershot A40 hinzu. Die Digiknipsen werden zudem im Haushalt gemeinsam genutzt.
Wenn Sie Fragen haben, senden Sie einfach eine Mail an: wuest [at] lapplandblog.eu
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- Henning Wüst
- Joined:
- May 2008
- I am:
- Male and Taken