Hinter der Band Laos stehen vier Musiker, deren wichtigstes Anliegen es ist die Bühnen der bekannten Welt zu laotisieren, um ihre Show live vor Publikum zu spielen. Diesem obersten Ziel verschreiben sich vier Charaktere, die gegensätzlicher nicht sein könnten.

Ihre vielfältigen Einflüsse begreifen die Bandmitglieder als Chance, neue Ideen zu entwickeln. Dabei entwerfen sie Songs, die ihr Publikum in immer wieder wechselnde Szenarien kränkelnder Gegenwelten entführen, deren Protagonisten unser Verständnis von ererbten Bedeutungen und vermeintlichen Nichtigkeiten hinterfragen.

Der elegische Gesang mit Hang zu expressiven Ausbrüchen, das automatisiert - entmenschlichte Gitarrenverwirrspiel, die multimediale Show ihres hypermotorischen Bassisten sowie die Ausbrüche eines animalisch, Materialschlachten - schlagenden Drummers treiben die Inszenierung dieser Antihelden voran. Diese Band rockt und wird sich garantiert auf einem seiner Konzerte selbst zerstören! Also unbedingt vorher noch mal ansehen!!!

O-Ton der einzelnen Musiker

Marko (Gesang)

“Auf der Bühne erstaunt mich oft, wie sehr man das Publikum mit Show – Elementen für sich gewinnen kann. Witzige Ansagen, Körperhaltung, Bewegung – alles ist wichtig. Musikalische Profession ist absolut notwendig aber nicht selten nur Mittel zum Zweck. Deshalb müssen der Gesang und die Texte perfekt einstudiert sein. Ich sehe meine Aufgabe auf der Bühne vor allem darin, mich von allem zu befreien, um völlig unabhängig mit dem Publikum an die Orte zu reisen, die wir uns vorher ausgedacht haben.”


Ralf (Gitarre)
“Zuerst einmal: Ich kann nicht Gitarre spielen. Aber ich habe ein super Effektgerät, das spielen kann. Wenn mich jemand fragt, was ich für Musik mache, sagen ich immer irgendetwas mit Alternative Rock oder Progressive Rock, nur mit deutschen Texten. Als Einflüsse nenne ich regelmäßig Bands wie Tool, Pearl Jam oder Incubus. Aber je nachdem, wen man von uns fragt, wird man diesbezüglich eine andere Antwort bekommen, denn jeder von uns hat andere Einflüsse. Und das ist ziemlich gut.”


Daniel (Bass)
“Generell ist für mich wichtig, dass die Musik das Trommelfell in Wallung bringt (von mir aus bis hin zum Hörsturz) oder zum Wippen animiert. Das reicht vom Dosenöffner bis hin zum Nasenklopfer, alles eignet sich dafür. Zur Arbeitsweise der Chaoten Laoten kann ich nur folgendes sagen: Am Ende ist es immer anders als am Anfang. Wir können nichtmal ausschließen, dass aus einer Schmusenummer plötzlich ein Punk Rock Song wird. Auf Kritik und Anregungen meiner Bandkollegen reagiere ich stets gelassen mit: Glaub ja nicht DU bist in DER Band!!!“


Thalau (Schlagzeug)
“Unsere musikalische Vielschichtigkeit fordert bei jeder Komposition äußerste Disziplin und Kompromissbereitschaft. Aber es ist nunmal so: wer am lautesten ist, hat immer Recht! Funktionierte schon im Kindergarten. Funktioniert nur leider nicht immer bei Mixern. Von denen gibt es zwei Arten: jene, die mich mögen, weil ich mein Schlagzeug schlage und nicht streichele. Und jene, die in Unruhe geraten, weil sie unsicher werden, wie sie den Rest der Band hinterher Pegeln sollen, ohne das dem Publikum der Schädel platzt. Was für eine Rampensau ich geworden bin merke ich immer, wenn ich mich mit diversen technischen Hilfsmitteln auf unseren eigenen Aufnahmen bändige.”

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